Bei der ersten Begegnung von „Wake up, Europe!“ am 7. April 2022 besuchten die Teilnehmenden zunächst die gleichnamige Ausstellung „Wake up, Europe! Unterstützungs- und Solidaritätsmobilisierungen für Bosnien und Herzegowina und seine Bürger:innen während des Krieges (1992 – 1995)“. Die Ausstellung befindet sich in den Räumen der Heinrich-Böll-Stiftung und gibt einen Überblick über die Mobilisierung von Akteur:innen der Zivilgesellschaft in Europa während eines Krieges, der fast 100.000 Menschen das Leben kostete und zu einem Exodus führte.

Dank des historischen Rückblicks konnte die Gruppe die Mobilisierungsaktionen junger Menschen in Europa gegenüber Bosnien und Herzegowina in den 1990er Jahren kennenlernen und neue Ideen für eigene Initiativen finden.

Anschließend empfingen Generalsekretär:innen Tobias Bütow und Anne Tallineau die Teilnehmenden im Berliner Büro des DFJW. In zahlreichen Gesprächen wurde die Rolle des DFJW im Bereich der Friedenspädagogik und bei der Stärkung eines solidarischen europäischen Bewusstseins hervorgehoben. Außerdem wurde die Bedeutung der deutsch-französischen Erinnerungsarbeit samt ihrem präventiven Ansatz bei Konfliktlösungen betont.

Die Begegnung endete mit Diskussionen zum Ukraine-Krieg: Was bedeutet internationale Solidarität heute? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus? Wie kann man Menschen, die Opfer von kriegerischen Konflikten werden, unterstützen?

Dieses Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem DFJW, der crossborder factory, dem Centre international de formation européenne (CIFE) und The Balkan Forum. Eine zweite Begegnung soll erneut mit 20 Personen im Juni 2022 in Straßburg stattfinden.