Wie ist es zu der Partnerschaft des DFJW und dem BASF gekommen?

Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Organisationen begann 2015, im Rahmen des 150-jährigen Bestehens unseres Unternehmens. Wir können auf drei Jahre, die vom spannenden Austausch zwischen jungen Deutschen und Franzosen, und Begegnungen mit hochrangigen Akteuren geprägt waren,  zurückblicken.

Aus welchem Grund engagieren sie sich für die berufliche Eignung von Jugendlichen?

Es liegt in der Verantwortung von Politik und Wirtschaft, jungen Menschen in Frankreich und Deutschland attraktive berufliche Perspektiven zu bieten, und ihnen die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, die sie für den Eintritt in den europäischen Arbeitsmarkt benötigen. BASF ist ein bedeutendes Unternehmen, durch und durch deutsch-französisch und international. Wir müssen unsere Verantwortung wahrnehmen und unseren Teil dazu beitragen, dass die jungen Leute Arbeit finden und in ihr aufgehen.

Welche Kompetenzen sind besonders wichtig, damit sich Jugendliche heutzutage gut in den Arbeitsmarkt einfügen können?

Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Der erste Kontakt mit dem Unternehmen ist in der Regel etwa im Alter von 15 Jahren während des obligatorischen Beobachtungspraktikums. Mit dem Entdeckungstag verfolgen wir das Ziel, die Türen des Unternehmens für Schüler früher zu öffnen, um sie mit den Besonderheiten der Arbeitswelt vertraut zu machen und Ihnen Spaß an der Sache zu vermitteln.

Außerdem ist die Qualifikation eine weitere wichtige Eigenschaft. Deshalb setzt BASF Frankreich auf die Ausbildung, denn wir sind von der Qualität des in Deutschland schon lange anerkannten Ausbildungssystems überzeugt. Ende 2016 betrug der Anteil der Auszubildenden in Frankreich 5,3%. Wir beteiligen uns auch an "Erasmus Pro", einem Austauschprogramm zwischen 50 Auszubildenden aus beiden Ländern in 11 großen Unternehmen, darunter auch BASF. Schließlich ist Mehrsprachigkeit ein starker Mehrwert. Wir zeigen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, während des Entdeckungstags, dass ihre beruflichen Chancen höher sind, wenn sie die Sprache des Partnerlandes beherrschen. Das zu vermitteln, ist ein interessanter Ansatz, der der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt entspricht.

Was ist Ihrer Meinung nach der Einfluss der deutsch-französischen Kooperation auf den europäischen Arbeitsmarkt?

Wir sind davon überzeugt, dass das deutsch-französische Partnerschaft mehr denn je der Motor für die Weiterentwicklung Europas ist. Dies gilt auch für den europäischen Arbeitsmarkt. Die deutsch-französische Zusammenarbeit kann ihn wettbewerbsfähig, attraktiv und dynamisch machen.