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Wenn sich zwei DFJW-Juniorbotschafterinnen per Zufall im Kosovo treffen reden sie über…Jugendaustausche! In Mitrovica, im Norden des kleinen Balkanlandes das 2008 unabhängig geworden ist haben sich Kristell, DFJW-Juniorbotschafterin in Strasbourg und Coline, DFJW-Juniorbotschafterin für Kommunikation getroffen. Sie haben beide an einem trinationalen Seminar zwischen Frankreich, den Niederlanden und dem Kosovo teilgenommen. Solche Seminare werden durch europäische Programme ermöglicht, damit sich Jugendliche aus ganz verschiedenen Ecken Europas kennenlernen.

Nicht zum ersten Mal nimmt Kristell an so einer Veranstaltung teil. Sie hat für das DFJW auch an einer „deutsch-französisch-türkischen-armenischen“ Begegnung teilgenommen. Bei einem Kaffee diskutieren wir über das Zusammenspiel unseres Engagements mit dem DFJW und dieser Seminare. Und natürlich über das Engagement von Jugendlichen und über interkulturelle Entdeckungen.

Coline : Kristell, wo bist du gerade?

Ich bin momentan in Mitrovica für ein belgisch-französisch-kosovarisches Projekt, welches eine Woche dauert und wo sich Jugendliche zwischen 18 und 30 Jahre treffen. Wir reden über europäische, soziale und politische Themen und der Situation der Jugendlichen in den drei Ländern, dem Kosovo, Frankreich und den Niederlanden.

Wie hast du von diesem Seminar erfahren?

Über Facebook, auf der Seite des DFJW. Es ist weder vom DFJW organisiert noch subventioniert, sie haben nur die Info weitergegeben. Das Seminar ist offen für alle motivierten jungen Leute.

Was bringt dir eine trinationale Begegnung als deutsch-französische Juniorbotschafterin?

Das öffnet mich ein wenig für neue Themen. Natürlich bin ich im deutsch-französischen Bereich aktiv und das ist auch sehr interessant. Aber mir machen auch internationale Projekte sehr viel Spaß. Man lernt andere Sachen.

Mein Engagement im deutsch-französischen Bereich erlaubt es mir, dass ich hier die Situation besser einschätzen kann. Man kann zum Beispiel die deutsch-französische Aussöhnung mit der Situation hier vergleichen, dass zwei Länder es geschafft haben, ihre Probleme zu regeln. Man kann vergleichen und ist offener neuen Thematiken gegenüber. 

Man erkennt politische Situationen einfacher und man lernt neue Leute, neue Kulturen kennen. Das ist sehr bereichernd.

Hat dein Engagement im deutsch-französischen Bereich dich neugieriger gemacht?

Der deutsch-französische Bereich ist eine erste Herangehensweise aber es ist nicht alles. Aber es bringt Lust mit, sich auch woanders umzuschauen, was in Europa und im Rest der Welt so passiert. Es ist interessant zu sehen, dass die Beziehung zwischen Deutschland und den Balkanländern eine andere ist als zwischen Frankreich und den Balkanländern. Viel mehr Menschen aus Ex-Yugoslawien leben in Deutschland, die Verbindungen sind deshalb stärker.

Kannst du mir ein bisschen etwas über das Treffen mit der Türkei und Armenien in Strasbourg erzählen?

Ich habe an diesem Projekt mit vier Ländern Ende November teilgenommen. Es wurde vom DFJW subventioniert und fand zwischen Frankreich, Deutschland, der Türkei und Armenien statt. Das Ziel des Projektes war es, die deutsch-französische Versöhnung als Beispiel zu nehmen, damit die Jugendlichen aus Armenien und der Türkei über die Situation zwischen ihren Ländern diskutieren. Dank solcher Projekte können gerade Jugendliche miteinander reden und vielleicht auch eine neue Perspektive einnehmen.

Ich habe das DFJW bei den Jugendlichen vorgestellt. Ich habe auch über mein Engagement geredet um ihnen zu zeigen, dass es einfach ist sich zu engagieren. Wenn einen ein Thema wirklich interessiert, dann ist es einfach eine Institution zu finden, mit der man Sachen machen kann.  

Wie hat dein Publikum reagiert?

Nach meinem Vortrag gab es eine Diskussionsrunde. Die Jugendlichen, die zum Teil Studenten waren, zum anderen Teil aber gearbeitet haben waren sehr interessiert an den Programmen des DFJW. Besonders interessiert hat sie die praktische Seite: die Praktika im anderen Land und das Programm für Jobs in der Partnerstadt. Viele der jungen Teilnehmer haben die doppelte Staatsbürgerschaft und wohnen entweder in Deutschland oder in Frankreich. So können auch sie an den Programmen des DFJW teilnehmen.

Das Gespräch wurde in Mitrovica am 13. Dezember geführt.