Jugendliche diskutieren im BMFSFJ über die Rolle der deutsch-französischen Beziehungen im Berufsleben

Die deutsch-französische Zusammenarbeit gilt seit Jahrzehnten als der „Motor“ Europas. Trotzdem lässt sich immer noch etwas Neues entdecken – gerade auch für junge Leute: zum Beispiel beim „Deutsch-Französischen Entdeckungstag“, der seit nunmehr zehn Jahren vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW)organisiert wird. 

Heute (Mittwoch) besuchten knapp 60 Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel im Rahmen ihres Entdeckungstages das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Bonn und trafen auch den Staatssekretär, Dr. Ralf Kleindiek. Im Mittelpunkt des Besuchs stand dabei, anhand konkreter Beispiele zu erfahren, welche Bedeutung die deutschfranzösischen Beziehungen im Berufsleben haben und wie wichtig ein interkulturelles Miteinander gerade für junge Menschen in Europa sein kann.

Staatssekretär Dr. Kleindiek betonte: „Für das Verhältnis zweier Länder spielt die Zusammenarbeit der Regierungen natürlich eine tragende Rolle. Wir dürfen aber nicht unterschätzen, welche Bedeutung persönliche Begegnungen und Erfahrungen haben. Gerade für Jugendliche sind sie prägend. Deshalb haben sich Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und ihr französischer Kollege Patrick Kanner zum Ziel gesetzt, allen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich Austausch und Begegnung zu ermöglichen. Der Deutsch Französische Entdeckungstag ist dazu eine wunderbare Chance.“

Bei dem Besuch der Schülerinnen und Schüler ging es vor allem darum, sich über die Arbeit und die verschiedenen Abteilungen des BMFSFJ zu informieren, und auch über die besondere Stellung, die dort die deutsch-französische Zusammenarbeit einnimmt. An der anschließendenPodiumsdiskussion nahmen neben Dr. Ralf Kleindiek und Dr. Markus Ingenlath, Generalsekretär des DFJW, auch Jugendliche teil, die durch das DFJW bereits Erfahrungen im deutsch-französischen Austausch sammeln konnten. Im Fokus standen die positiven Auswirkungen von interkulturellen Begegnungen und Mobilitätsprogrammen.

Das BMFSFJ ist eine von 200 öffentlichen Verwaltungen – darunter alle Bundesministerien - sowie Institutionen und Firmen, die an dem vom DFJWorganisierten Entdeckungstag teilnehmen. „Dank der starken Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich bietet der Entdeckungstag Schülerinnen und Schülern ab der 7. Klasse von allgemein- und berufsbildenden Schulen an vielen Orten die Möglichkeit, Institutionen und Unternehmen aus ihrer Region mit engen Verbindungen zum Nachbarland zu besuchen. Dadurch werden die Jugendlichen nicht nur für die Erfordernisse der modernen Arbeitswelt sensibilisiert, sondern bekommen auch die konkreten Vorteile vor Augen geführt, die sich aus der Kenntnis der Sprache und Kultur des Partnerlandes für ihre berufliche Karriere ergibt“, erklärte Dr. Markus Ingenlath das Konzept.

Seit der Gründung des deutsch-französischen Entdeckungstags 2006 haben bereits über 30.000 Schülerinnen und Schüler an diesem Programm teilgenommen – allein 2015 waren es 4.400, davon 27 Prozent junge Menschen mit besonderem Förderbedarf.

Der Entdeckungstag steht seit 2006 unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes und des französischen Außenministeriums. Unterstützung erhält das Projekt vom französischen Erziehungsministerium und des Bevollmächtigten für die kulturelle deutsch-französische Zusammenarbeit sowie von den Staatsministern für Europa beider Länder.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) wurde 1963 ins Leben gerufen und soll die Beziehungen zwischen der deutschen und der französischen Jugend innerhalb eines erweiterten Europas fördern. Den Vorsitz des Veraltungsrats des DFJW haben die jeweils amtierenden Jugendminister bzw. Jugendministerinnen inne. Jährlich profitieren rund 200.000 junge Menschen von einer Förderung des DFJW. Seit Gründung des Jugendwerks konnte mehr als acht Millionen jungen Menschen beider Länder eine Teilnahme an Austauschprogrammen ermöglicht werden.

Datei
entdeckungstag-dfjw-bmfsfj.pdf