Nach dem Attentat von Nizza und vor dem Hintergrund einiger Projektabsagen, die das Deutsch-Französische Jugendwerk so wie viele weitere Organisationen für Jugendaustausch aktuell verzeichnen, appellieren wir an Sie: Lassen Sie uns die Energie des „Aufgebrachtseins“ in Engagement umwandeln! Setzen wir uns dafür ein, dass die Bindungen zwischen Jugendlichen aus Deutschland und Frankreich sowie zwischen Jugendlichen aus Europa und des Mittelmeerraums beibehalten, ja sogar noch gestärkt werden! Europe sollte als Beispiel vorangehen und junge Menschen anregen, sich zu engagieren und Teil dieser Entwicklung zu sein.

In diesem Sinne kommunizieren das DFJW und seine Partner verstärkt in diese Richtung. So werden Eltern benachrichtigt über Sicherheitsmaßnahmen bei Austauschprojekten, an denen ihre Kinder teilnehmen, und werden außerdem über Alternativen im Fall einer Absage der Jugendbegegnung informiert: gemeinsame Facebook-Seiten, interaktive Plattformen, Mailaustausch, Paketversand, etc.

Seit nunmehr 50 Jahren engagiert sich das DFJW intensiv für den friedlichen Dialog durch interkulturelles Lernen. Dieses beruht auf dem Hinterfragen von Vorurteilen und falschen, voreiligen Rückschlüssen. Interkulturelles Lernen fußt auf Friedenspädagogik.

Das DFJW hat somit auf seinem Niveau zum Aufbau eines Europas beigetragen, in dem das Bestreben eines friedlichen Zusammenlebens von Sprachen, Kulturen, Nationen und Generationen sowie die Freiheit zu reisen und die Mobilität junger Menschen erreicht schienen. Diese Errungenschaften werden gegenwärtig jedoch stark geschwächt oder gar in Frage gestellt.

Angesichts dieses Grauens müssen wir – im Rahmen unserer Möglichkeiten - reagieren und neue Interaktionsformen anbieten, neue Arten des Dialogs erfinden. Nur somit können wir unserer Jugend, von der diese Welle des Terrorismus einen hohen Tribut fordert, die Möglichkeit geben, sich nicht von der Welt abzukapseln.

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deutschland-frankreich-angesichts-des-terrorismus-gemeinsam-engagement-zeigen.pdf