Jeder junge Mensch sollte die Möglichkeit erhalten, eine Auslandserfahrung zu machen! Das ist das zentrale Anliegen der Konferenz „Austausch macht Schule“, die am 29./30. September in Berlin stattgefunden hat. Die deutsche Gesellschaft verändert sich im Moment durch den Zuzug von Flüchtlingen aus Krisenregionen. Sie ist aufgefordert, sich stärker international zu öffnen und eine enorme Integrationsleistung zu vollbringen. Dies stellt das Bildungssystem vor große Herausforderungen, aber birgt auch Chancen. Schule wird internationaler, Lehrerinnen und Lehrer brauchen interkulturelle Kompetenzen.

In dieser Situation kann der internationale Jugendaustausch einen essentiellen Beitrag leisten. Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Lehr- und Fachkräfte, die internationale Erfahrungen machen, werden dadurch offener, toleranter und diversitätsbewusster.

Um dies konkret umzusetzen, trafen sich rund 160 Expertinnen und Expertenaus Bildung, Verwaltung, Politik sowie aus Jugendarbeit und Zivilgesellschaft in der Robert Bosch-Stiftung in Berlin. Begrüßt wurden Sie von Prof. Dr. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch-Stiftung, Udo Michallik, Generalsekretär der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder und Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer formulierten die zentralen Herausforderungen und erarbeiteten Lösungsansätze:

Internationaler Austausch darf keine Eliteveranstaltung bleiben, sondern muss sich neuen Zielgruppen öffnen. Haupt-, Berufs- und Realschüler/-innen, Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf sind im internationalen Austausch bisher deutlich unterrepräsentiert.

Der Weg in die Zukunft braucht Bündnisse von Partnern in allen Bereichen der schulischen und außerschulischen Bildung. Die Initiative „Austausch macht Schule“ ist die Plattform für die Vernetzung der Akteure, die verstetigt und ausgebaut werden soll.

Auch die jungen Menschen selbst sollen die Austauschprogramme aktiv gestalten und als Botschafterinnen und Botschafter für internationale Programme wirken. Gleichzeitig soll die Internationalisierung in der Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern verankert werden.

Um dies zu erreichen, sind eine bessere finanzielle Unterstützung und qualitative Rahmenbedingungen unabdingbar. Die Reise in die erfolgreiche Zukunft des internationalen Austauschs kann nur gelingen mit Engagement, Überzeugung und Professionalität!

Auch nach Ende der Konferenz werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Netzwerk „Austausch macht Schule“ weiter ausbauen, um die gesetzten Ziele gemeinsam zu verfolgen. Brunhild Kurth, sächsische Staatsministerin für Kultus und Präsidentin der Kultusministerkonferenz, gab in ihrer Abschlussrede die Zusage, dass sie die Ergebnisse in die Kultusministerkonferenz weitergeben und dort zur Diskussion stellen würde. Dr. Markus Ingenlath, Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, schlug vor, das Jahr 2016 zum Jahr des interkulturellen Lernens auszurufen.

„Austausch macht Schule“ ist eine Gemeinschaftsinitiative von: ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, Deutsch-Französisches Jugendwerk, Deutsch-Polnisches Jugendwerk, IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch.

Weitere Informationen: www.austausch-macht-schule.org,

auf Facebook (facebook.com/austauschmachtschule)

oder Twitter (@schulaustausch).

Pressestelle:

Florence Batonnier-Woller
batonnier@dfjw.org
+33 1 40 78 18 43

Almut Seyberth
seyberth@dfjw.org
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