Paris, 22. Januar 2016

Mehr als 100 Projekte feiern den deutsch-französischen Tag:
Die enge Zusammenarbeit der beiden Länder ist wichtiger denn je!

Am 22. Januar wird die deutsch-französische Freundschaft in den beiden Nachbarländern gefeiert, um an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags 1963 zu erinnern. Das DFJW unterstützt den ganzen Januar über 100 kreative Projekte von Jugendlichen, Partnerstädten, Schulen und Vereinen. Überall in Deutschland und Frankreich, und diese Jahr sogar in Bosnien, sind Veranstaltungen zur Entdeckung der Sprache und Kultur des Nachbarlands geplant – ob Fotoausstellung, Flash-Mob, Multimediaprojekt oder Konzert.

Dr. Markus Ingenlath und Béatrice Angrand, Generalsekretär und Generalsekretärin des DFJW, zeigen sich erfreut über die vielen kreativen Projekte: „Der Ideenreichtum und die Freude, mit der die Menschen jedes Jahr den deutsch-französischen Tag begehen, zeigt nachdrücklich, wie nahe sich die beiden Länder stehen. Die deutsch-französische Freundschaft hängt schon lange nicht mehr von politischen Willensbekundungen oder der jeweiligen Wirtschaftslage ab, sondern ist Teil der Lebensrealität junger Deutscher und Franzosen. Wir sind stolz darauf, beispielhaft für andere Länder Denkanstöße zu Versöhnungsprozessen und zur europäischen und internationalen Jugendarbeit geben zu können.“
Alle Projekte zum deutsch-französischen Tag finden Sie unter http://www.dfjw.org/feiern-sie-den-deutsch-franzoesischen-tag-mit-uns.

Nachdem die französische Bildungsministerin heute die Strategie Frankreichs für die Förderung der lebenden Sprachen präsentiert hat, möchte auch das DFJW sein Engagement für das Erlernen der Sprache des Partnerlandes mit besonderem Nachdruck weiterführen. Das DFJW begleitet die Akademien, damit die deutsche Sprache ab der Grundschule unterrichtet wird, stellt pädagogische Hilfsmittel zur Verfügung, bildet Lehrer weiter und wirbt mit dem Programm mobiklasse.de aktiv für die deutsche Sprache. Letzteres Programm, das eine Orientierungshilfe bei der Wahl der Zweitsprache bietet, hat seit seinem Beginn bereits über 700 000 Schüler erreicht.
www.mobiklasse.de

Der 22. Januar ist auch eine Gelegenheit, an die Verantwortlichen aus Politik und Zivilgesellschaft zu appellieren, die Bedingungen zu schaffen für eine Teilhabe aller Jugendlichen jeglicher Herkunft an deutsch-französischen und europäischen Projekten.
Das DFJW hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 20% Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in seine Programme einzubinden. Bereits heute engagiert es sich mit vereinten Kräften, um den Zugang zu europäischen Mobilitätsprogrammen zu erleichtern: Durch die Gründung des Netzwerks Diversität und Partizipation, dem Vereine, lokale Strukturen und Lokalpolitiker aus Brennpunktvierteln angehören, konnten seit 2006 rund 7000 Jugendliche an über 500 Projekten teilnehmen. Dank der Öffnung schulischer Projekte für Berufsschüler und Auszubildende und die Anpassung der Richtlinien, um eine vollständigere Finanzierung zu ermöglichen, konnten gerechtere Ausgangsbedingungen für alle Jugendlichen geschaffen werden.
https://www.dfjw.org/das-netzwerk-diversitaet-und-partizipation-wurde-10-jahre-alt
Die Austauschprogramme geben den Jugendlichen die Möglichkeit, sich interkulturelle Kompetenzen anzueignen, Neugierde anderen Ländern gegenüber und eine Willkommenskultur zu entwickeln – Eigenschaften, deren die europäische Gesellschaft im aktuellen Kontext dringend bedarf.

Datei
pm-dft-engagement-und-sprachfoerderung.pdf