Du möchtest ein Jahr im Ausland verbringen, die deutsche Kultur und Sprache näher kennenlernen? Du interessierst Dich für Geschichte, für Deutschland und die deutsch-französischen Beziehungen? Du freust Dich auf die Möglichkeit, Kulturprojekte in einem Museum zu planen und umzusetzen?
Dann bewirb Dich jetzt!

  • Die Stadt Krefeld sucht für die NS-Dokumentationsstelle in der Villa Merländer eine*n Freiwillige*n für den Service Civique
  • Beginn zum 01. September 2024 I Dauer bis zum 31. August 2025 I Bewerbungsfrist: 30. April 2024 I
  • Aufwandsentschädigung von 673,02 € durch den Agence du Service Civique und die Stadt Krefeld Teilnahme an deutsch-französischen Bildungsseminaren des DFJW

Der deutsch-französische Freiwilligendienst der Gebietskörperschaften bietet Dir die Möglichkeit, Dünkirchens Partnerstadt Krefeld - eine Großstadt mit Charakter, viel Grün und hoher Lebensqualität, kulturell lebendig, kreativ, weltoffen – kennenzulernen und zu erleben. Dabei kannst Du Deine Sprachkenntnisse verbessern, einzigartige Erfahrungen für Deinen persönlichen und beruflichen Werdegang machen und die Städtepartnerschaft von Krefeld und Dünkirchen aktiv mitgestalten. Durch Deinen Einsatz bei der Villa Merländer, der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld, sammelst Du dabei Erfahrung im Museum und Kenntnisse der Bildungs- und Projektarbeit.

Die 1925 erbaute Stadtvilla ist nach ihrem ersten Besitzer benannt, dem Seidenfabrikanten Richard Merländer. Merländer wurde als Jude verfolgt, deportiert und ermordet. Aufgrund seiner Homosexualität war er zudem doppelt von der NS-Verfolgung betroffen. Die Villa Merländer beherbergt Wandgemälde des bekannten Malers Heinrich Campendonk, die zu Zeiten des Nationalsozialismus als verfemte Kunst verboten wurde. Lange unter Tapete verschollen, wurden sie in den 1990er Jahren wiederentdeckt und restauriert. Heute sind sie Teil der Dauerausstellung über den Nationalsozialismus in Krefeld. Denn heute befindet sich in der Villa Merländer die NS-Dokumentationsstelle, die Spuren des Nationalsozialismus in Krefeld aufarbeitet, dokumentiert und politische Bildungsarbeit leistet. Neben der Dauerausstellung gibt es wechselnde Sonderausstellungen und ein großes Angebot an themenspezifischen Veranstaltungen wie Filmvorführungen, Vorträge, Lesungen, Workshops oder Stadtführungen.

Website der Villa Merländer Krefeld: https://villamerlaender.de/

Deine Aufgaben:

  • Betreuung von internationalen Besuchsgruppen
  • Bildungsarbeit wie zum Beispiel die Durchführung von Workshops oder Unterstützung bei der Entwicklung neuer Bildungskonzepte
  • Umsetzung der Neukonzeption der Dauerausstellung zu Verfolgung, Zwangsarbeit und Alltag in Krefeld von 1933 bis 1945 (Eröffnung geplant für Sommer 2025)
  • Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen zu Gedenktagen z.B. am 08. Mai zum Kriegsende in Europa
  • Inhaltliche Impulse bei der Planung und Umsetzung von Veranstaltungsreihen beispielsweise „Kino in der Villa“
  • Planung und Durchführung eines Kooperationsprojekts zwischen der Villa Merländer und dem Musée Dunkerque 1940 im Rahmen der Städtepartnerschaft

Dein Profil:

  • zwischen 18 und 25 Jahren
  • Gute Deutschkenntnisse oder gute Englischkenntnisse und Grundkenntnisse Deutsch
  • Grundwissen zur deutschen Geschichte im 20. Jhd.

Wünschenswert sind:

  • Erfahrungen in der Bildungsarbeit oder ein Interesse am Bereich historisch-politische Bildung
  • Erfahrungen im Bereich internationaler Erinnerungskultur (oder Interesse sich hier weiterzubilden)
  • Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten in den Geisteswissenschaften (insbesondere Geschichte, Pädagogik, Politikwissenschaft)

Nähere Informationen zum Service Civique-Programm findest Du hier.

Wenn Du Interesse hast, sende uns Deinen Lebenslauf und Dein Anschreiben (auf Deutsch und Französisch) bis zum 1. Juni 2024 an jan.visser@krefeld.de. Für fachliche Fragen steht Dir im Kulturbüro Sandra Franz (Telefon 02151/861969, Mail: sandra.franz@krefeld.de) zur Verfügung. Dein Ansprechpartner im Fachbereich Verwaltungssteuerung und -service ist Jan Visser (Telefon +49 2151/861306, Mail: jan.visser@krefeld.de).