Engagement leben, Zukunft gestalten

Projektausschreibung: 60 Jahre Élysée-Vertrag und DFJW

Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist einzigartig. Deutschland und Frankreich sind so eng miteinander verflochten wie weltweit keine andere bilaterale Beziehung. Den Grundstein legte hierfür vor 60 Jahren der Élysée-Vertrag. Er ist die Gründungsurkunde des im Juli 1963 geschaffenen Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), das seitdem gemeinsam mit zehntausenden Partnern etwa 9,5 Millionen junge Menschen unterstützt hat. Im deutsch-französischen Jubiläumsjahr 2023 möchte das DFJW mit einer Sonderausschreibung das Engagement junger Menschen fördern, um der Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit den Weg zu bereiten. Denn die Zukunft Europas entsteht auch im Jugendaustausch. Sie muss jetzt für und zusammen mit jungen Menschen gestaltet werden. Die im Rahmen der Ausschreibung geförderten Projekte sollen die vielfältigen Bedarfe und Interessen junger Menschen in Deutschland und Frankreich abbilden.

Engagement und Teilhabe im Mittelpunkt

Im Fokus der geförderten Projekte soll das Engagement und die Teilhabe junger Menschen stehen. Sei es, indem sie von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung eines Austauschs gleichberechtigt in dessen Organisation integriert sind. Sei es, weil ein Projekt am Ort der Begegnung Engagement fördert. Es kann sich beispielsweise um soziale Unterstützung, Umweltengagement und Naturschutz, ein Kinder-, Schul- oder Vereinsfest, Straßentheater, einen Sportwettbewerb oder eine Projektwerkstatt zu neuen Berufsfeldern handeln. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Kleinere wie größere Projekte sind gleichermaßen antragsberechtigt. Die Formate und Themen der geförderten Projekte sollen in ihrer Gesamtheit die Vielfalt der Trägerlandschaft des deutsch-französischen Jugendaustauschs abbilden: von kleinen Vereinen bis zu großen Verbänden. Denn es ist seit 60 Jahren wesentlich den Partnern des DFJW zu verdanken, dass junge Menschen beider Länder an interkulturellen Begegnungen teilnehmen können.

500.000 Euro für Zukunftsthemen

Angesichts von multiplen Krisen und Transitionsprozessen, die besonders für junge Menschen herausfordernd und bisweilen bedrohlich sind, möchte das DFJW das Jahr 2023 nutzen, um gemeinsam mit seinen Partnern zu einem geeinten, friedlichen, demokratischen und klimaneutralen Europa beizutragen.

Daher umfasst diese Ausschreibung ein Gesamtbudget von 500.000 Euro. Die geförderten Projekte sollen sich Zukunftsthemen widmen, die junge Menschen betreffen und beschäftigen. Dabei kann es sich um die Folgen der Pandemie, Umwelt- und Klimaschutz, demokratische Werte, Geschlechtergerechtigkeit, Diskriminierung und Rassismus, Extremismus, Krieg und Frieden oder die Zukunft von Engagement, den Wandel der Arbeitswelt und der Wirtschaft, um Bildung, Kultur, Medien und Politik oder auch die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen handeln. Projekte zur Sprachförderung stehen im Zentrum der Austauscharbeit und werden ebenfalls berücksichtigt. Auch Fort- und Weiterbildungen von Fachkräften (z. B. Teamer*innen, Jugendleiter*innen oder Lehrer*innen) sind förderfähig. Auf diese Weise soll der 60. Geburtstag in allen Regionen und Bundesländern gefeiert werden und dem deutsch-französischen Jugendaustausch neue Impulse verleihen.

Auswahlkriterien

Sie haben eine Projektidee? Dann bewerben Sie sich und werden Jubiläumspartner! Die Projekte sollen insbesondere zwischen Januar und August 2023 stattfinden. Die Feierlichkeiten rund um den Élysée-Vertrag sind im Januar geplant. Die Gründung des DFJW soll im Wesentlichen im Sommer gefeiert werden. Projekte können dennoch in Ausnahmefällen auch bis zum Ende des Jahres 2023 durchgeführt werden.

Sie können sich mit Ihrem Projekt in zwei Förderkategorien bewerben:

  • Förderkategorie I: niedrigschwellige Projekte mit einem Fördervolumen von bis zu 3.000 Euro (z.B. für individuelle Antragsteller*innen)
  • Förderkategorie II: Leuchtturmprojekte mit einem Fördervolumen von bis zu 40.000 Euro

Umweltfreundliche und klimaneutrale Projekte werden in der Auswahl bevorzugt behandelt. Hierzu zählt insbesondere das klimasensible Reisen, in dessen Rahmen Bahn- und Busreisen empfohlen werden. Leuchtturmprojekte sollten sich in besonderem Maße an junge Menschen mit besonderem Förderbedarf richten.

Bei allen ausgewählten Projekten sind die jungen Teilnehmenden aktiv an der Vorbereitung oder Durchführung beteiligt. Die Umsetzung der deutsch-französischen oder trilateralen Projekte kann im Präsenzformat, digital oder hybrid erfolgen. Die Projekte müssen im Jahr 2023 stattfinden.

  • Die Förderung erfolgt pauschal, basierend auf einem vorläufigen Finanzplan.
  • Eine 100 %-ige Deckung der förderfähigen Kosten im Rahmen der maximalen Fördersumme ist möglich.
  • Die anteilige Übernahme von projektbezogenen Personalkosten ist möglich.
  • Bei zeitintensiven Anreisen mit Bus oder Bahn ist jeweils eine zusätzliche Übernachtung während der Hin- bzw. Rückreise förderfähig. Die Kompensation von CO2-Emissionen kann als förderfähige Kosten geltend gemacht werden.
  • Bei wenig Erfahrung mit interkulturellen Projekten stellt Ihnen das DFJW kostenlos interkulturelle Berater*innen zur Seite.
  • Um einen interkulturellen Kompetenzerwerb zu ermöglichen, sollten Jugendbegegnungen mindestens 2 Übernachtungen am Ort der Begegnung beinhalten. Eine Mindestdauer an Übernachtungen besteht bei Begegnungen im grenznahen Raum jedoch nicht.
  • Die Abrechnung muss in der Regel bis 2 Monate nach Projektende, bei einem Projektabschluss Mitte Dezember 2023 spätestens bis Mitte Januar 2024 eingereicht werden.
  • Die ausgewählten Projekte sollen einen Fokus auf öffentliche Kommunikation legen. Sie werden auf der Website des DFJW veröffentlicht.
  • Eine deutsch-französische Jury, bestehend aus DFJW-Bediensteten, Jugendvertreter*innen des DFJW-Beirats und DFJW-Juniorbotschafter*innen, wählt die Projekte aus. Nicht berücksichtigte Projekte werden dahingehend geprüft, ob sie im Rahmen einer Regelförderung unterstützt werden können. 

Zeitplan

Bewerbungsschluss: 14. November 2022

Deutsch-französische Jurysitzung: 5. Dezember 2022

Benachrichtigung der Träger*innen: ab 6. Dezember 2022

Projektzeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Bewerbungsformular

Hier geht es zu den Bewerbungsformularen:

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Das DFJW-Team ist gespannt auf Ihre Projektideen!

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte: Bewerbung60Jahre@dfjw.org

FAQ

  • Was sind die Grundvoraussetzungen für ein 60-Jahre-Projekt
    • Das Projekt richtet sich an junge Menschen aus Deutschland und Frankreich von 3 bis 30 Jahren
    • Die Teilnehmenden sind aktiv an Umsetzung und/oder Durchführung des Projekts beteiligt
    • Das Projekt hat eine interkulturelle Dimension und eine deutsch-französische Komponente
    • Das Projekt behandelt ein Zukunftsthema, das junge Menschen betrifft

     

  • Was ist mit „Zukunftsthemen“ gemeint?

    Wichtig ist bei den geförderten Projekten der Blick nach vorne. Sie sollen sich Zukunftsthemen widmen, die junge Menschen betreffen und beschäftigen – wie z.B. Folgen der Pandemie, Umwelt- und Klimaschutz, demokratische Werte, Geschlechtergerechtigkeit, Diskriminierung und Rassismus, Extremismus, Krieg und Frieden oder die Zukunft von Engagement, den Wandel der Arbeitswelt, Wohnformen und der Wirtschaft, um Bildung, Kultur, Medien und Politik oder auch die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen.

  • Muss das Projekt „60 Jahre deutsch-französische Freundschaft“ zum Thema haben?

    Nein. Die Projektausschreibung ist inhaltlich sehr offen. Es soll um Zukunftsthemen gehen (siehe oben), von denen eines natürlich auch die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft sein kann.

     

  • Was ist eine deutsch-französische Komponente?

    Es wird Wert darauf gelegt, dass das Projekt interkulturell deutsch-französisch angelegt ist und es sich nicht um ein „mononationales“ Projekt/Thema handelt. Im Idealfall wird es durch ein deutsch-französisches Team konzipiert und umgesetzt.
    Besonders wenn das Projekt ohne eine*n Partner*in im anderen Land organisiert wird, muss aufgepasst werden, dass das Ergebnis sowohl ein deutsches als auch ein französisches Publikum erreicht und interessiert.

    Beispiele für eine deutsch-französische Komponente:

    • Ein Austausch zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich, die den Teilnehmenden die Möglichkeit gibt, die Sprache und Kultur des anderen kennen zu kernen.
    • Eine Ausstellung über die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft, die ausschließlich von jungen Menschen aus Deutschland organisiert wurde, aber sowohl in Deutschland als auch in Frankreich zu besuchen ist.
    • Ein zweisprachiges Handbuch für die Zielgruppe „junge Erwachsene“ in Deutschland und Frankreich, mit Tipps für umweltbewusstes Reisen und entsprechend nützlichen Infos zum Nachbarland (wie wird dort Mülltrennung organisiert, wo findet man dort Infos zu Bus- und Bahnverkehr, wo findet man dort veganes Essen – jeweils im Vergleich zu „hier“)

    Beispiele für Projekte ohne deutsch-französische Komponente (also nicht erwünscht)

    • Eine Studienfahrt von deutschen Schüler*innen nach Frankreich, ohne Austausch mit einer konstituierten französischen Gruppe vor Ort
    • Ein einsprachiges Handbuch mit Tipps nur für das Nachbarland, ohne den Vergleich zum eigenen Land zu machen.
    • Eine englischsprachige Online-Konferenz zu einem allgemeinen Thema wie „Europa“ (ohne Fokus auf einen Aspekt der deutsch-französischen Beziehungen), an dem, neben jungen Menschen aus Österreich, Spanien und England auch zufällig ein paar junge Menschen aus Deutschland und Frankreich teilnehmen.

     

  • Muss das Projekt vollständig im Jahr 2023 stattfinden?

    Ja. Die Projektförderung ist an das Haushaltsjahr 2023 gebunden und darf nur für Projekte genutzt werden, die während des Kalenderjahrs 2023 stattfinden. Es können damit keine Kosten gedeckt werden, die 2022 entstanden oder für 2024 geplant sind. Fördergelder können entsprechend erst in 2023 ausgezahlt werden.
    Es ist wünschenswert, dass die Projekte von Januar bis August 2023 stattfinden, um sie in die DFJW-Kommunikation und –Festakte rund um das Jubiläum einbinden zu können. Eine Umsetzung im zweiten Halbjahr 2023 ist allerdings auch möglich.
    Grundsätzlich können auch einzelne Komponenten (z.B. eine größeres Jugend-Begegnungsprojekt“ in 2023), die Teil eines größeren mehrjährigen Projektes sind, gefördert werden.

     

  • Werden auch trinationale Projekte gefördert?

    Ja. Die Teilnahme von jungen Menschen aus Deutschland und Frankreich ist dabei die Grundvoraussetzung. Die Antragstellung muss durch die bzw. den deutsche*n oder französische*n Partner*in erfolgen.

     

    Die Förderung trilateraler Projekte konzentriert sich auf den Großraum Europa, seine östlichen Nachbarländer sowie auf den Mittelmeerraum. Die Antragsstellung kann für Länder der folgenden Regionen erfolgen:

    • Mittel- und Osteuropa,
    • Südosteuropa,
    • Länder der Östlichen Partnerschaft,
    • südlicher und östlicher Mittelmeerraum,
    • europäische Länder in Krisensituationen

     

    Hier finden Sie eine Karte mit den jeweiligen Ländern

    Die Förderung über drei Teilnehmerländer hinaus ist im DFJW nur in inhaltlich und thematisch begründeten Ausnahmefällen möglich. Ein Beispiel hierfür ist die Aufarbeitung der schwierigen Vergangenheit zwischen zwei Ländern, bei der die deutsch-französische Aussöhnung als Inspiration genutzt werden kann. Derartige regionale Kooperationen, bei denen in quadrinationalen Begegnungen Themen wie Geschichte und Erinnerungsarbeit, Versöhnung, Identität und Integration bearbeitet werden, sind beispielweise: Türkei/Armenien, Türkei/Zypern, Ungarn/Slowakei, Kosovo*/Serbien, Kroatien/Serbien, Algerien/Marokko, Israel/Palästinensische Gebiete.

    * Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.

     

  • Muss es sich bei dem Projekt um eine Begegnung junger Menschen handeln?

    Nein, es muss sich bei dem Projekt nicht unbedingt um eine Begegnung handeln. Es ist möglich und sogar erwünscht, auch andere Projekte als "klassische" Jugendbegegnungen vorzuschlagen. Innovative Projektformate (z. B. zeitgleiche Flashmobs in Deutschland und Frankreich, eine virtuelle interaktive Ausstellung, ein deutsch-französischer Slam-Wettbewerb,….) sind erlaubt, Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

     

  • Gibt es besondere Regeln für eine Jugendbegegnung?

    Handelt es sich um ein „klassisches“ Austauschprogramm mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, wird Wert darauf gelegt, dass die Anzahl der Teilnehmenden aus Deutschland und Frankreich möglichst ausgeglichen ist (50%/50%). In Ausnahmefällen kann der Prozentsatz auf 80% zu 20% gesenkt werden. Dasselbe gilt für Projekte mit Beteiligung eines Drittlands: im Idealfall sollte der Prozentsatz der Teilnehmenden aus jedem Land bei 33% liegen. Jedes Land muss aber mindestens 20% der Teilnehmenden stellen.
    Alle Teilnehmenden sollten gemeinsam am gesamten Programm teilnehmen, damit ein vertiefter interkultureller Austausch gewährleistet ist.

    Das Prinzip der Gegenseitigkeit des Austauschs (erst in einem, dann im anderen Land bzw. den anderen beiden Ländern) ist in der vorliegenden Ausschreibung nicht zwingend erforderlich.
    Die Mindestdauer von einem Austausch im Rahmen dieser Sonderausschreibung beträgt zwei Nächte.

  • Müssen für den Projektantrag bereits alle Details feststehen (Termin, Altersgruppe, Gruppengröße...) ?

    Nein, es reichen grobe Angaben. Wichtig ist der Jury, die die Projekte auswählen wird, dass sie die Projektidee und das behandelte Thema versteht, sowie Informationen zur Zielgruppe und zur ungefähren voraussichtlichen Umsetzung des Projekts erhält.

     

  • Was macht ein*e interkulturelle*r Berater*in?

    Das DFJW verfügt über ein Netzwerk von unabhängigen, qualifizierten Beraterinnen und Beratern, die Ihre Fragen zum deutsch-französischen und trilateralen Jugendaustausch beantworten und Sie in allen Aspekten des Austauschs unterstützen können. Wenn Sie mit Ihrem Verein, Ihrer Organisation oder Ihrer Schule einen Austausch organisieren, können unsere Beraterinnen und Berater Sie während jeder Phase Ihres Projekts unterstützen, von der Vorbereitung bis hin zur Auswertung.

     

  • Gibt es eine Garantie, dass mein Projekt gefördert wird?

    Nein. Die Jury wird die passendsten Projekte auswählen. Interessante Projekte, die im Rahmen dieser Förderung nicht unterstützt werden können, werden unverbindlich intern an andere Ausschreibungen und Programme weitergeleitet – allerdings gibt es auch hier keine Fördergarantie.

     

  • Wann weiß ich, ob mein Projekt gefördert wird?

    Mitte Dezember, also mit Garantie vor Weihnachten, wird die Jury-Entscheidung bekannt gegeben.

  • Bis wann kann ich mich bewerben?

    Der Einsendeschluss ist der 14. November 2023 23:59 Uhr.

  • In welcher Kategorie bewerbe ich mich, wenn mein Projekt zwischen den beiden Kategorien liegt?

    Wenn Ihr Projekt den Rahmen für Kategorie I (bis 3.000 Euro) relativ deutlich übersteigt, möchten wir Sie motivieren, ihre Idee im Sinne der Kategorie II (Leuchtturmprojekte) noch einmal größer zu denken. Unser Ziel ist es, in dieser Kategorie Projekte mit besonderer Strahlkraft zu fördern.

    Wenn dies nicht möglich ist, haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag in der Kategorie I zu stellen (mit der maximalen Fördersumme von 3.000€) und die für das Projekt fehlenden Gelder durch weitere Drittmittel (Land, Region, Stadt, private Sponsoren, Stiftungen….) bzw. Eigenmittel zu decken.

     

  • Wie genau muss die Budgetplanung im Vorfeld sein?

    Eine grobe Schätzung der Kosten genügt, achten Sie aber bitte darauf, dass alle Kostenpunkte (Fahrtkosten, Honorare, Materialmiete, …) dort aufgeführt sind. Sollte ihr Projekt gefördert werden, werden bei der Abrechnung der vorläufige und der reelle Kostenplan verglichen. Sollten im reellen Kostenplan Kostenpunkte aufgeführt sein (z. B. Personalkosten), die nicht im vorläufigen Plan standen, müssen für diese separat Erklärungen angefordert werden. Eine Abweichung zwischen den geschätzten und den tatsächlichen Kosten ist dagegen normal und muss nicht weiter erklärt werden.  

    Die geförderten Projekte erhalten, anders als bei den meisten DFJW-Förderungen, eine Pauschalförderung auf der Basis dieses vorläufigen Finanzplans. Es ist möglich, innerhalb des Finanzplans während des Projektverlaufs Gelder von einem Kostenpunkt auf den anderen zu verschieben.

    Bitte beachten Sie auch, dass Ihr Kostenplan ausgeglichen ist (Ausgaben in gleicher Höhe wie Einnahmen). In der Einnahmen-Spalte können Sie sowohl Eigenmittel als auch weitere angefragte oder zugesagte Förderungen aufführen.

     

  • Was sind „förderfähige Kosten“?

    Förderfähige Kosten sind Kosten, die ausschließlich im Rahmen des Projektes anfallen. Beispiele sind Honorare von Referenten, Anmietung von Räumlichkeiten, Kompensation von CO2-Emissionen oder Reisekosten. Materielle Investitionen, die nach Projektende auch außerhalb des Projektes genutzt werden (z.B. neue Tablets) sind nicht förderfähig. Die Anmietung derartiger Materialien ist für den Projektzeitraum wiederum förderfähig. Grundsätzlich ist die maximale Förderhöhe inklusive aller Kosten 40.000 Euro.

     

  • Wie sollen wir die Kosten angeben, die "zusätzlich" durch die Einhaltung von ökologischen Standards entstehen?

    Stellen Sie Ihren Budgetplan ganz normal auf und merken Sie im Beschreibungsfeld an, in welcher Form Ihr Projekt nachhaltige Standards verfolgt und in welchen Bereichen höhere Kosten entstehen. Dies reicht als Grundlage aus, um diese zusätzlichen Kosten im Rahmen der Maximalförderhöhe abzudecken.

     

  • Wann wird die Fördersumme gezahlt?

    Mit Freigabe des Haushaltes für 2023, voraussichtlich im Laufe des Monats Februar. Ein Abschlag von 80% wird spätestens einen Monat vor Projektbeginn ausgezahlt. Die Restsumme wird nach Erhalt und Prüfung der Abrechnungsunterlagen ausgezahlt. Falls es für die bzw. den Projektträger*in problematisch ist, vor der Eröffnung des Haushalts in Vorkasse zu treten, können in Ausnahmefällen auch Sondervereinbarungen für frühere Teilzahlungen getroffen werden.

     

  • Wer kann ein Projekt einreichen?

    Alle Organisationen, Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen, NGOs, GbRs, etc. mit vereinsähnlicher Struktur, die nicht gewinnorientiert arbeiten, können Projektträger sein.

    In Förderkategorie I (niedrigschwellige Projekte) können auch Einzelpersonen Antragssteller sein.

     

  • Brauche ich eine*n deutsche*n und eine*n französische*n Projektträger*in?

    Eine Beteiligung von jeweils einer bzw. einem deutschen und französischen Partner*in ist wünschenswert, aber im Falle dieser Projektausschreibung keine Pflicht. Um die Durchführbarkeit des interkulturellen Projekts für beide Seiten (also für Sie und für uns) zu gewährleisten, ist es besser, bereits bei der Projekteinreichung eine*n feste*n Partner*in zu haben.

    Für Projekte der Kategorie I reicht eine Einzelperson aus.

  • Wie viele Partner können sich maximal an einem Projekt beteiligen?

    Wir möchten Sie ermutigen, auch mit verschiedenen und neuen Projektpartnern*innen zusammenzuarbeiten. In unserem Formular ist Platz für 3 Projektpartner*innen neben der bzw. dem Projektträger*in. Wenn Sie weitere Partner*innen haben sollten, können Sie dies im Kommentarfeld vermerken.

     

  • Ist es möglich, dass mehrere Projekte desselben Projektträgers gefördert werden?

    Ja, es ist möglich, mehrere Projekte einzureichen. Zusammenhängende Projekte sollten in einem Antrag zusammengefasst werden. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass wir möglichst viele Projekte von verschiedenen Antragstellern fördern wollen. Wenn ein Projektträger allerdings zwei besonders interessante Projekte anbietet, die sich nicht an dieselbe Gruppe junger Menschen richtet, ist es denkbar, dass auch beide Projekte von der Jury ausgewählt werden.

     

  • Dürfen für dasselbe Projekt noch weitere Förderungen beantragt werden?

    Innerhalb des DFJW darf das Projekt keine weitere Förderung erhalten. Es können jedoch Förderungen von anderer Seite (Land, Region, Stadt, private Sponsoren, Stiftungen…) beantragt werden – diese sollten, wenn möglich, schon im vorläufigen Kostenplan aufgeführt werden. 

     

  • Wie finde ich heraus, ob ich einer „Zentralstelle“ unterstehe?

    Die Zentralstellen beziehen sich auf die Organisationsstruktur der Projektträger*innen, nicht auf das DFJW. Sollten Sie also noch nie davon gehört haben, einer Zentralstelle zu unterstehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie dies auch nicht tun.

Bewerbungsfrist:
14.11.2022