Demokratie: Jetzt! Junge Stimmen für die Zukunft.

Projektausschreibung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

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Politisches Engagement und unterschiedliche Formen der Partizipation wie die Teilnahme an Wahlen und Mitbestimmung sind zentrale Themen, wenn es um die Zukunft der Jugend geht. Nachdem jungen Menschen über einen längeren Zeitraum politisches Desinteresse bescheinigt wurde, erheben sie in den letzten Jahren unüberhörbar ihre Stimme und werden aktiv, um sich zu engagieren und die Zukunft mitzubestimmen. Mit Fridays for Future entstand eine globale Jugendbewegung gegen den Klimawandel und auch bei der letzten Europawahl gab es eine Rekordbeteiligung in der Altersgruppe der unter 25-jährigen. Ob Klimawandel oder Corona-Krise, die junge Generation wird von den Folgen in besonderem Maße betroffen sein und viele von ihnen zweifeln daran, dass ihre Belange genügend berücksichtigt werden.

Eine wachsende gesellschaftliche Polarisierung, Verschwörungstheorien, Fake News und Zukunftsängste sind, neben der Klimakrise, weitere Herausforderungen für die Gesellschaft. Deshalb ist der Einsatz junger Menschen für eine demokratische und nachhaltige Zukunft wichtiger denn je.

Vor diesen Hintergrund und aus Anlass der anstehenden Wahlen in Deutschland 2021 und Frankreich 2022 wollen das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) Demokratie, Teilhabe und Engagement von und für Jugendliche verstärken und einen weiteren konkreten Beitrag zur grenzübergreifenden politischen Bildung leisten: Demokratie: Jetzt! Junge Stimmen für die Zukunft.

Wir fördern Projekte zu den Themen:

  • Jede Stimme zählt!? Projekte und Begegnungen rundum Demokratie, Menschenrechte und Wahlen
  • Mach mit! Projekte und Begegnungen zur Förderung von Engagement und Teilhabe junger Menschen in Zeiten von Klimawandel, Nachhaltigkeit und Ungleichheiten
  • Digitale Demokratie! Projekte und Begegnungen im Spannungsfeld von Meinungsfreiheit und Verschwörungstheorien in einer digitalen Welt

Wer kann sich bewerben?

  • Junge Erwachsene zwischen 18-30 Jahren als Einzelantragsteller/-innen
  • Bildungsträger, Jugendverbände, Organisationen und Vereine in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung, Kultur, Sport, Wissenschaft, Medien
  • Allgemein- und berufsbildende Schulen sowie Hochschulen
  • Partnerschaftskomitees und Gebietskörperschaften

Wer und was kann gefördert werden?

Die Altersgrenze der Teilnehmer/-innen für die Förderung liegt zwischen 14 und 30 Jahren.

Das DFJW und die bpb legen einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung von jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf und Jugendlichen, die nur begrenzten Zugang zu Mobilitätsprogrammen haben. Zu jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf zählen beispielsweise junge Arbeitssuchende, junge Menschen, die aus sozioökonomischen oder geographischen Gründen nur erschwerten Zugang zur Mobilität haben oder junge Menschen mit Behinderungen.

Es können deutsch-französische sowie trilaterale Projekte unter zusätzlicher Beteiligung von Akteuren aus folgenden Ländern gefördert werden:

  • Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU)
  • EU-Beitrittskandidaten aus Südosteuropa (Albanien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Türkei) sowie Bosnien-Herzegowina und Kosovo 
  • Maghreb Staaten: Algerien, Marokko und Tunesien sowie 
  • das Vereinigte Königreich.

Das Format des Projektvorhabens ist frei wählbar. Förderwürdig sind Begegnungen im Präsenzformat sowie digitale oder hybride Begegnungen (Mischung aus Präsenz-und Digitalformat). Der Zeitraum des Projektes kann von mindestens zwei Tagen bis zu mehreren Monaten dauern.

Mögliche Projektformate und -aktivitäten sind z.B.: Jugendaustausche, BarCamps, Seminare, Jugendparlamente, Konzerte, Sportprojekte, Kunstaktionen oder Fortbildungen.  

Wie hoch ist die Förderung?

Es gibt zwei Förderkategorien:

Kategorie 1: Förderung von 1 € bis 7.000 €

Kategorie 2: Förderung von 7001 € bis 20.000 €

Die Auswahl der Projekte und die Festlegung der Fördersumme erfolgt auf der Grundlage eines Punktesystems gemäß definierter Auswahlkriterien (s. Anlage).

Wie und bis wann kann man sich bewerben?

Für jedes Projekt ist ein einziger Förderantrag über das Online-Antragsformular zu stellen. Der Antrag ist ausschließlich per E-Mail an: zsb@dfjw.org zu richten. Die Anträge müssen vor Beginn des Projektes eingereicht werden.

Welche Pflichten bei der Kommunikation?

Die Projekte sollten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden (Flyer, Plakate, Presse und/oder Soziale Medien). Die Förderung durch die bpb und das DFJW muss explizit erwähnt und die Logos auf allen Materialien zur Projektkommunikation verwendet werden. Die Förderer behalten sich das Recht vor, die ausgewählten Projekte auf ihren Webseiten zu veröffentlichen und bei Veranstaltungen zu zeigen.

Wie werden die Projekte ausgewählt?

Eine Auswahljury mit Vertreter/-innen des DFJW und der bpb entscheidet über die Auswahl der zu fördernden Projekte im Rahmen der im DFJW verfügbaren Mittel und gemäß den festgelegten Kriterien (s. Anlage).

Ansprechpartner: Florian Staudt (Staudt@dfjw.org)

Kriterien für Projektauswahl und Finanzierung

1. Kriterien

Eine Auswahljury mit Vertreter/-innen des DFJW und der bpb entscheidet über die Auswahl der zu fördernden Projekten im Rahmen der im DFJW verfügbaren Mittel und gemäß den folgenden Kriterien:

  • Thema: Die Projektinhalte müssen sich auf mindestens eines der folgenden Themen beziehen:
    • Jede Stimme zählt!? Projekte und Begegnungen rundum Demokratie, Menschenrechte und Wahlen
    • Mach mit! Projekte und Begegnungen zur Förderung von Engagement und Teilhabe junger Menschen in Zeiten von Klimawandel, Nachhaltigkeit und Ungleichheiten
    • Digitale Demokratie! Projekte und Begegnungen im Spannungsfeld von Meinungsfreiheit und Verschwörungstheorien in einer digitalen Welt
  • Kreativität und Innovation: Die Projekte können neue Ansätze und Methoden beinhalten, sei es im Umgang mit digitalen Begegnungsformaten oder in der Förderung der Kreativität der Teilnehmer/-innen.
  • Partizipation: Die Teilnehmer/-innen sollen aktiv in die Projektvorbereitung und -umsetzung einbezogen werden.
  • Diversität: Es sollen verstärkt Teilnehmer/-innen mit besonderem Förderbedarf und neue, junge und diverse Zielgruppen erreicht werden.
  • Resonanz: Die Projektkommunikation sollte über den Teilnehmer/-innen kreis hinausgehen und öffentlichkeitswirksam sein.
  • Nachhaltigkeit: Die Projekte achten auf Nachhaltigkeit in ihrer Umsetzung sowie in der Langzeitwirkung im Anschluss des Projekts.
  • Überparteilichkeit: Die Projekte setzen sich mit der Bedeutung von Demokratie für junge Menschen auseinander und sind dabei überparteilich.
  • Internationalität: Eine bi- oder trilaterale Umsetzung der Projekte verbindet junge Menschen über Grenzen hinweg.

2. Finanzierung

Die Auswahl der Projekte und die Festlegung der Fördersumme erfolgt auf der Grundlage eines Punktesystems gemäß den oben genannten Auswahlkriterien.

Die höchstmögliche Punktzahl liegt bei 80 Punkten.

Kategorie 1: Förderung von 1 € bis 7.000 €

Kategorie 2: Förderung von 7001 € bis 20.000 €

Es werden Fahrtkosten, Aufenthaltskosten und Programmkosten (Kosten, die in direktem Zusammenhang mit den Projekten stehen, vgl. DFJW-Richtlinien S. 75) gefördert.

Bei digitalen/hybriden Projekten können Kosten für Anmietung von technischen Geräten/Computerausrüstung, Anmietung von digitalen Tools für einen begrenzten Zeitraum; ggf. Anschlusskosten gefördert werden.

Dem Antragsteller kann ein pauschaler Zuschuss zu den Organisationskosten in Höhe von maximal 10 % des Gesamtbetrags der Förderung gewährt werden.

Investitionskosten werden nicht bezuschusst.

3. Abrechnung und Auswertung nach Projektende

Spätestens zwei Monate nach Projektende sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • ausgefülltes und unterschriebenes Abrechnungsformular
  • unterschriebene Liste der Teilnehmer/-innen
  • ausgefüllte Belegliste
  • detaillierter Bericht über die Umsetzung des Projekts unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse, der Evaluierung und der besonderen Qualität des Projekts (s. Abrechnungsformular)
  • detailliertes Programm (s. Abrechnungsformular)
  • Belege über die Öffentlichkeitsarbeit und Erwähnung der Förderung durch das DFJW (Ausschreibung, Flyer, Broschüre, Plakate, etc.)

Für Projekte, die zwischen dem 15. November und dem 31. Dezember stattfinden, müssen die Abrechnungsunterlagen spätestens bis zum 15. Januar 2022 eingereicht werden.

Der Beginn des Projekts darf nicht vor Antragstellung erfolgt sein.

Ein nicht-profitorientierter Hintergrund des Projekts ist Voraussetzung für eine Förderung. Projekte, die bereits über das Deutsch-Französische Jugendwerk oder die Bundeszentrale für politische Bildung finanziert werden, können keine weitere Förderung über diese Projektausschreibung erhalten.

Bewerbungsfrist:
31.12.2021