Klimatische, ökologische und soziale Veränderungen treffen junge Generationen besonders hart.

Junge Menschen fordern Räume für Engagement, Verständnis und Handlungsmöglichkeiten.

Als Organisation im Dienst des deutsch-französischen und europäischen Jugendaustauschs stellt der ökologische Wandel eine umfassende Herausforderung für das DFJW dar: Er wirkt sich auf Mobilität, soziale Gerechtigkeit, Lebensweisen, demokratische Teilhabe, Inklusion und internationale Zusammenarbeit aus.   

Für das Klima und die nachhaltige Entwicklung handeln, bedeutet:

  • die Handlungsfähigkeit und das Engagement junger Menschen zu stärken
  • die CO₂-Belastung von Austauschen zu verringern
  • die Partner bei der Entwicklung von umweltbewusstem Handeln zu begleiten
  • internationale Austausche zu einem „Versuchslabor“ zu machen und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern

Um dieses Engagement langfristig zu verankern, hat das DFJW eine Klimastrategie erarbeitet, die im Dezember 2025 vom Verwaltungsrat angenommen wurde. Die Strategie legt einen klaren und schrittweisen Rahmen für die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks des DFJW und der geförderten Programme fest. Gleichzeitig werden ökologische Herausforderungen integraler Bestandteil in der Austauschpädagogik. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen bis 2030 zu reduzieren.

Wir vollziehen damit eine Kehrtwende: weg von vielen Einzelaktionen zu einem strukturierten, messbaren Ansatz, der mit allen Partnern geteilt wird. Der Anspruch des DFJW ist klar: Wir wollen die Grundsätze ökologischen Handelns in unserer Arbeit ganzheitlich verankern und Projekte fördern, die konkret zu Verhaltensveränderungen beitragen. 

Warum setzt sich das DFJW für das Klima und nachhaltige Entwicklung ein?

Seit mehr als 60 Jahren engagiert sich das DFJW für den deutsch-französischen Austausch und stellt Mobilitätsprogramme ins Zentrum seiner Arbeit. Denn wir wissen: Interkulturelles Lernen funktioniert am besten im Partnerland. In Zeiten des Klimanotstands wollen wir den Austausch für kommende Generationen zukunftsfest machen und erreichen, dass Begegnungen ein Impuls für das Engagement junger Menschen werden. Damit einher gehen Verhaltensänderungen und umweltschonende Mobilitätsformen.

Interkultureller Austausch ist von grundlegender Bedeutung, um die Verbindungen zwischen Deutschland, Frankreich und anderen Ländern zu stärken. Allerdings verursachen sie CO₂-Emissionen, die vor allem auf die Transportmittel zurückzuführen sind. Wir wollen Mobilität und Umweltverantwortung miteinander vereinbaren und Mobilität für alle jungen Menschen ermöglichen. 

Was bedeutet das für Ihre Projekte?

Ganz konkret: Mit dem DFJW organisierte Projekte müssen auch die Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere im Bereich der Mobilität, berücksichtigen.

Das Engagement des DFJW für den Klimaschutz spiegelt sich auch in den Förderkriterien und -modalitäten von Projekten wider. Seit 2024 wird die Nutzung ressourcenschonender Transportmittel (Bus und Bahn) für Begegnungen in den Richtlinien des DFJW (Artikel 1.4) besonders gefördert. Flugreisen können nur noch bezuschusst werden, wenn eine Zugfahrt länger als acht Stunden dauert. Auch zusätzliche Übernachtungen, die bei Zug- oder Busfahrten erforderlich sein können, können unterstützt werden.

Mit der DFJW-App Dekarbo reduzieren Sie die Umweltauswirkungen Ihrer Projekte. Damit lassen sich die CO₂-Emissionen einer Jugendbegegnung berechnen. Außerdem enthält die App Material und Empfehlungen, wie Sie die Umweltauswirkungen deutsch-französischer Austausche oder trilateraler Begegnungen möglichst gering halten können. 

Umweltverträgliche Austausche gestalten: pädagogisches Material zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung

Das DFJW begleitet Sie bei der Wissens- und Kompetenzvermittlung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Es stellt Lern- und Lehrmaterial zur Verfügung und bietet Fortbildungen an.

Mitmachen

Leuchtturmprojekte

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Projekten zum Thema Klimaschutz, die 2026 und davor stattfanden.

Deutsch-französischer Begegnungszyklus zwischen Stuttgart und Ploemeur

Dieses deutsch-französische Projekt bot die Gelegenheit, die natürliche Umgebung jeder Partnerstadt kennenzulernen und sich mit den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Darüber hinaus handelte es sich um eine Reihe von Begegnungen, bei denen Jugendliche aus dem schulischen und außerschulischen Bereich zusammenkamen, was dazu beitrug, die Perspektiven rund um das Thema zu erweitern.
Die beiden kurz aufeinanderfolgenden Phasen hatten zum Ziel, den Schwerpunkt auf die Begegnung zu legen und gleichzeitig ein Thema anzusprechen, das den Jugendlichen am Herzen liegt: die Ökologie.

Wo? In Stuttgart (Phase 1) und Ploemeur (Phase 2)
Wann? Im Oktober 2025 und im April 2026
Wer? 30 Jugendliche aus Frankreich und Deutschland im Alter von 14 bis 16 Jahren.

Veranstalter: Association Gwennili (Quimper)
Partner: Maison de Jeunes de Ploemeur, Körschtalschule Stuttgart-Plieningen

Ausschreibungen und Fortbildungen des DFJW

  • Deutsch-französische Öko-Challenge: Seit 2023 organisiert das DFJW in Zusammenarbeit mit Ma Petite Planète (MPP) ein deutsch-französisches Spiel zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen von der 3. bis zur 12. Klasse. Bislang haben pro Jahr mehr als 600 junge Menschen über 4.100 Umwelt-Aufgaben mit ihrer Partnerklasse innerhalb von drei Wochen bewältigt. „Mit all den Challenges habe ich viel über Ökologie gelernt, was ich vorher nicht wusste.“  Camille, Schülerin an einer weiterführenden Schule
  • Deutsch-französische Fortbildungsreihe „Ökologischer Wandel in interkulturellen Austauschen“Das DFJW organisiert 2025 und 2026 eine innovative Fortbildungsreihe, um tiefgreifende Veränderungen im interkulturellen Austausch einzuleiten und so den aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen gerecht zu werden. Die zukünftigen Changemaker:innen lernen, den ökologischen Fußabdruck ihrer Projekte zu verringern, in dem sie nachhaltigere Mobilitätsformen nutzen, erhöhen die positiven Auswirkungen auf Umwelt, Soziales und Bildung im Rahmen von deutsch-französischen und trilateralen Begegnungen. Ein zentraler Aspekt dieser Fortbildung ist die praktische Umsetzung, insbesondere durch die Konzeption und Durchführung einer transformativen Maßnahme in einem beruflichen Umfeld der Personen, die an der Fortbildung teilnehmen.
  • Marche pour le climat : Une action collective où les jeunes cumulent des kilomètres en nature et collectent des déchets, transformés en dons pour un projet de reforestation franco-allemand. La marche pour le climat s’est déroulée en 2023 dans le cadre des 60 ans de l’OFAJ et a été reconduite en 2024.

„Klimazwillinge“ – ein trilaterales Austauschprojekt im Zeichen des Klimas

Die Städte Düsseldorf, Toulouse und Tunis haben sich als „Klimazwillinge“ zusammengetan, um den Auswirkungen der Erderwärmung entgegenzuwirken. Seit 2022 begegnen sich junge Menschen aus Deutschland, Frankreich und Tunesien bei einem Austauschprogramm zu konkreten Klimaschutzprojekten und erarbeiten gemeinsam nachhaltige Lösungen.