Ungeachtet ihrer unterschiedlichen Hintergründe vermittelten sie eine gemeinsame Botschaft: Die aktuellen Herausforderungen – Frieden, Demokratie, Klima und sozialer Zusammenhalt – können nur durch eine verstärkte europäische Zusammenarbeit bewältigt werden. Als Vertreter:innen von Tausenden junger Menschen in ihren Organisationen betonten sie, dass die Jugend umfassend in die Gestaltung der öffentlichen Politik einbezogen werden muss und dass das europäische Projekt nach wie vor ein entscheidender Faktor für die Sicherheit aller ist.
Das Treffen fand im Rahmen der seit 2016 bestehenden Zusammenarbeit zwischen dem DFJW und dem RYCO statt – neben der Unterstützung des DFJW beim Gründungsprozess des RYCO vereint die beiden Organisationen auch die Überzeugung, dass junge Menschen an Entscheidungen mitwirken können, die sie betreffen.
Die Teilnehmenden wurden in der französischen Nationalversammlung, im französischen Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten, in der Deutschen Botschaft sowie in der gemeinsamen Vertretung der Region Grand Est und des Saarlandes empfangen. Dort tauschten sie sich mit politischen Entscheidungsträger:innen, Diplomat:innen und Expert:innen aus, darunter Benjamin Haddad, Frédéric Petit, Donika Emini (Universität Graz), Florent Marciacq (Stellvertretender Generalsekretär des Französisch-Österreichischen Zentrums für Annäherung in Europa) und Stefan Seidendorf (Stellvertretender Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg).
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Erweiterung der Europäischen Union, der Schutz der Demokratie, der Kampf gegen Desinformation, der zunehmende Nationalismus sowie die Rolle des Jugendaustauschs bei der Konfliktprävention.
Darüber hinaus thematisierten die Teilnehmenden die Herausforderungen, mit denen Jugendorganisationen konfrontiert sind – darunter Einschränkungen des zivilgesellschaftlichen Handlungsspielraums, unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten und territorial bedingte Ungleichheiten. Sie sprachen sich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Jugendorganisationen, einen gerechten Zugang zu internationaler Mobilität sowie die umfassende Anerkennung junger Menschen als Partner:innen bei der Gestaltung öffentlicher Politik aus.