Anläßlich der 50. Internationalen Filmfestspiele sind Bundeskanzler Gerhard Schröder und Kulturstaatsminister Dr. Michael Naumann am (heutigen) Freitag in Berlin mit der französischen Kulturministerin Catherine Trautmann, dem "arte"-Präsidenten Jobst Plog sowie Vertretern der französischen und deutschen Filmbranche zu einem Gespräch im Bundeskanzleramt zusammengetroffen. An dem Treffen nahm auch die diesjährige Preisträgerin des Berlinale-"Ehrenbären", die Schauspielerin Jeanne Moreau, teil.
Gegenstand der Unterredung waren unter anderem Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Produktion, Marketing und Ausbildung. Ebenso wurde der Vorschlag des Bundeskanzlers erörtert, eine deutsch-französische Filmakademie zu gründen, den er im November letzten Jahres in Paris unterbreitet hatte.
Beide Seiten haben den Wunsch unterstrichen, der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Filmbereich neue Impulse zu verleihen und den europäischen Film zu stärken. Der Bundeskanzler hat den dazu von den Gesprächsteilnehmern übermittelten Vorschlägen zugestimmt:
1. Berufung einer Gruppe von Vertretern der deutschen und der französischen Film- und Fernsehbranche in eine gemeinsame Filmakademie;
2. Wiederbelebung der deutsch-französischen Abkommen zur Förderung der Koproduktion von Filmen und des Vertriebs von Filmen im Nachbarland; Prüfung von Möglichkeiten einer Intensivierung der Koproduktion;
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3. gemeinsame Unterstützung des Vertriebs und der Promotion von fünf französischen Filmen in Deutschland und fünf deutschen Filmen in Frankreich durch einen Fonds;
4. Einrichtung von Austauschstipendien an deutschen und französischen Filmhochschulen; Prüfung von weiteren Möglichkeiten der verbesserten Zusammenarbeit im Aus- und Fortbildungsbereich.
Kontakt: BPA-Ref. Kultur und Medien, Tel. 01888 - 272 - 3281, - 3344 Fax: - 3259
Offizielle Erklärungen
Die offiziellen Erklärungen der deutsch-französischen Zusammenarbeit versammeln zentrale politische Stellungnahmen, Gipfelerklärungen und gemeinsame Initiativen beider Länder. Im Kontext des Deutsch-Französisches Jugendwerk spiegeln sie die konkrete Ausgestaltung der bilateralen Beziehungen wider und verdeutlichen die politischen Impulse, die den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich begleiten und prägen.