#11 Chancengleichheit in der Schule – eine gemeinsame Herausforderung

Anne-Clémence Le Noan

Das 11. PANORAMA-Papier stellt drei zentrale Fragen:

  1. Starke Abbildung sozialer Ungleichheiten im deutschen und französischen Schulsystem: Worum geht es?
  2. Der Einfluss der Vergangenheit und maßgebliche Rolle der Akteur:innen
  3. Welche Maßnahmen sind in einem festgefahrenen institutionellen Kontext möglich?

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Auf einen Blick

In den französischen und deutschen Bildungssystemen verdeutlicht der ausgeprägte Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg die fortbestehende Reproduktion sozialer Ungleichheiten. Trotz einer ausgeweiteten Bildungsbeteiligung und vielfältiger Reformbemühungen gelingt es der Institution Schule bislang nicht, bestehende Ausgangsunterschiede zwischen Schüler:innen ausreichend zu kompensieren.

Auf Basis einer vergleichenden Analyse untersucht diese neue Ausgabe von PANORAMA die Bedeutung des institutionellen Erbes, die unterschiedlichen Verständnisse von Gleichheit und die zentrale Rolle die den Akteur:innen bei der Umsetzung bildungspolitischer Reformen zukommt. Zugleich werden strukturelle Rahmenbedingungen sichtbar gemacht, die tiefgreifende Veränderungen in den Bildungssystemen beschränken.

Anhand aktueller politischer Maßnahmen, insbesondere experimenteller Reformansätze, wird aufgezeigt, wie sich graduelle Veränderungen innerhalb stark institutionalisierter Systeme anstoßen lassen. Gleichzeitig wird kritisch reflektiert, inwieweit diese Maßnahmen tatsächlich wirksam sind und welche Reichweite ihnen zukommt.

Verfasst von Dr. Anne-Clémence Le Noan und basierend auf ihrer Doktorarbeit, bietet PANORAMA #11 zentrale Einblicke in die bestehenden Dynamiken und zeigt mögliche Ansatzpunkte auf, um soziale Ungleichheiten im Bildungssystem besser zu bekämpfen.

Vorschau Anne-Clémence Le Noan

Anne-Clémence Le Noan ist seit Februar 2026 Consultant bei der PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH. Zuvor hat sie an mehreren Forschungsprojekten mit den Schwerpunkten Bildungspolitik und soziale Ungleichheiten in Deutschland, Frankreich und in der Zentralafrikanischen Republik teilgenommen. Von 2016 bis 2018 war sie Französisch- und Lateinlehrerin an Sekundarschulen in sozial schwierigen Lagen in der Nähe von Paris. Sie war auch in einem Venture Capital Funds, einem Start-up-Inkubator und einem Marketingunternehmen tätig. Sie hat ihren Master in Management und Public Policy an der HEC Paris und der Freien Universität Berlin abgeschlossen und absolvierte ihre Promotion in Soziologie und Governance an der Hertie School und der Sciences Po Paris (CRIS), mit der Unterstützung der Deutsch-Französischen Hochschule.

Anne-Clémence Le Noan
Doktorantin