Stand: 27. Juli 2020

  • 1. Finden geplante Gruppenaustausche im Schulbereich im Schuljahr 2020-2021 statt?

    Gruppenaustausche sind unter den gegebenen Umständen bis auf weiteres nicht realisierbar: Obgleich die Grenzen zu Frankreich seit dem 15. Juni wieder geöffnet sind, hat das französische Bildungsministerium noch keine Aussagen zu Austauschen getroffen. Mehr Informationen werden zum Schulstart in Frankreich Anfang September erwartet.

    Das Deutsche Schulportal fasst die verschiedenen Regelungen der Bundesländer zusammen und verlinkt auf die jeweiligen Websites der zuständigen Ministerien: Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen

    Die französische Regierung hat bis auf Weiteres Klassenfahrten ins Ausland untersagt. Schulklassen aus Frankreich dürfen also vorerst nicht mehr nach Deutschland reisen und müssen ihre Fahrt absagen oder verschieben.

    Auch die Einreise von Schulklassen oder Austauschpartner*innen nach Frankreich soll nach Möglichkeit verschoben werden. Wenn dies nicht möglich ist, prüft die französischen Schulleitung gemeinsam mit der deutschen Schulleitung und ggf. in Absprache mit den zuständigen Ansprechpartner*innen der Akademien (DAREIC), ob die Herkunftsregion der Einreisenden ein Risikogebiet ist und welche Vorkehrungen dort ggf. für Klassenfahrten und Austauschprogramme getroffen wurden.

    Das französische Bildungsministerium beantwortet die wichtigsten Fragen zum Coronavirus und seinen Konsequenzen auf das Bildungssystem in einem FAQ.

    Weitere Informationen zu der aktuellen Reisesituation finden sich auf der Seite der deutschen Auslandsvertretungen in Frankreich (Informationen in deutscher Sprache).

    Erkrankt ein*e Teilnehmer*in an einem Projekt in Frankreich oder ein*e französische*r Teilnehmer*in krank aufgrund des COVID-19, muss die „Direction régionale de la jeunesse, des sports et de la cohésion sociale (DRJSCS)“ informiert und die „Agence régionale de santé (ARS)“ kontaktiert werden, um notwendige Maßnahmen zum Schutz der Teilnehmenden zu ergreifen.

  • 2. Finden geplante Austausche im Außerschulischen Bereich weiterhin statt?

    Obgleich die Grenzen zu Frankreich seit dem 15. Juni wieder geöffnet sind, sind außerschulische Austausche zurzeit noch nicht möglich.

    Aus Auswärtige Amt beantwortet alle Frage zu Auslandsreisen in einem FAQ.

    Das Bundesministerium des Inneren hat ebenfalls ein FAQ zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen erstellt.

    Begegnungen in Frankreich: Da Reisen mit Minderjährigen in Frankreich meldepflichtig sind (s. Anlage 12 der Richtlinien), müssen die Weisungen des französischen Ministeriums (Direction de la Jeunesse et de la Vie Associative) berücksichtigt werden. Informationen erhalten Sie in französischer Sprache unter 0800 130 000 oder auf der Website von Service-public.fr.

    Das DFJW empfiehlt, die allgemeinen Hinweise, die in Deutschland und Frankreich gelten, zu beachten:

  • 3. Welche Auswirkungen hat die Ausbreitung des Virus auf trilaterale Austausche?

    Bei trilateralen Programmen müssen auch eventuelle Schutzmaßnahmen in den jeweiligen Regionen berücksichtigt werden, die gesellschaftliche Aktivitäten oder die Einreise von Personen aus französischem oder deutschem Gebiet einschränken.

    Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde für die meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein),Großbritannien, Andorra, Monaco, San Marino und Vatikanstaat aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden. Für andere Länder gilt die Reisewarnung fort, vorerst bis zum 31.08.2020. Für andere Länder gilt die Reisewarnung fort, vorerst bis zum 31.08.2020.

    Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in einen Großteil der Länder, da weiterhin mit drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, und der weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist.

    Abhängig von den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes kann außerdem eine Quarantäne bei Rückkehr erforderlich sein. Reisende sollten sich daher vorab bei den Behörden ihres Bundeslandes informieren. Eine Liste der zuständigen Landesbehörden finden Betroffene hier.

    Bitte kontaktieren Sie die jeweiligen Außenministerien und insbesondere die deutschen und französischen Botschaften der jeweiligen Länder, um möglichst genaue und aktuelle Informationen zu erhalten.

  • 4. Ich organisiere einen Austausch und muss ihn aufgrund des Coronavirus absagen oder ins Jahr 2021 verschieben. Was tun?

    Mein Austausch wurde abgesagt und ich habe noch keinen Antrag beim DFJW gestellt:

    Bitte senden Sie den Antrag auf Förderung oder das Bewilligungsschreiben für das annullierte Projekt im PDF-Format an csp@ofaj.org mit den Anmerkung „Coronavirus“.

    Wenn Sie uns keine Unterlagen, bzw. Antrag auf Förderung haben, benötigen wir die folgenden Informationen:

    • Nummer der Akte, wenn bekannt
    • Thema des Projekts
    • Ursprünglich vorgesehener Termin
    • Anzahl der Teilnehmenden oder Anzahl der Personen, die durch die Maßnahme betroffen gewesen wäre
    • Förderbetrag, der im Rahmen der Richtlinien beim DFJW beantragt worden wäre

    Mein Austausch wurde abgesagt und ich hatte bereits einen Antrag beim DFJW gestellt:

    Im Fall einer Absage oder Verschiebung einer Mobilität aufgrund des Coronavirus bitten wir Sie, so schnell wie möglich Ihre*n Ansprechpartner*in im DFJW oder in Ihrer Zentralstelle, bei der Sie den Förderantrag gestellt haben, zu informieren. Schulen melden die Absage der Mobilität nach Frankreich bitte der zuständigen Schulbehörde.

    Das DFJW sieht Absagen und/oder Unterbrechungen von Begegnungen aufgrund der Coronakrise als „höhere Gewalt“ an, weshalb es dennoch möglich ist, dass (ein Teil) der Kosten übernommen werden kann, der im Rahmen der Antragstellung zugesprochen wurde (siehe Frage 5).

  • 5. Erstattet das DFJW Kosten, die durch eine Absage bzw. einen Abbruch eines Austausches entstehen?

    Das DFJW geht davon aus, dass es sich bei Absagen und/oder Abbrüchen von Begegnungen aufgrund des Coronavirus um einen Fall von „höherer Gewalt“ handelt, der nicht unter die Verantwortung des Antragstellers fällt.

    Das DFJW kann daher einen Teil der Kosten, die durch die Absage bzw. den Abbruch entstehen, übernehmen – solange sie nicht den Gesamtbetrag übersteigen, der im Rahmen des Antragsverfahrens bewilligt wurde. Das betrifft z. B. Abschlagszahlungen an Unterkünfte, Fahrtkosten und Programmkosten oder Kosten für Sprachanimation, die nicht kostenlos storniert werden können.

    Wenn es sich um einen Schulaustausch am Ort des Partners handelt, bitten wir Sie, nach dem ursprünglichen Datum Ihrer Rückkehr aus dem Schulaustausch wieder auf die Plattform zurückzukehren und nachstehende Dokumente hochzuladen:

    • Die Rechnung oder der Kostenvoranschlag des Reiseunternehmens,
    • Anstelle der Teilnehmendenliste: eine Rechnung der Stornierungskosten oder Erklärung zur Stornierung und Aufrechterhaltung der Kosten, fehlende Versicherung oder Deckung durch Dritte,
    • Den Verwendungsnachweis mit einer Teilnehmendenzahl von 1 (eins) und wie üblich unterschrieben.

    Dies gilt ebenfalls für Schulen, denen Stornierungskosten entstanden sind. Sind der Schule keine kosten entstanden, müssen sie lediglich die Schulbehörde über die Absage informieren.

    Andere Antragssteller (z. B. Berufsbildende Einrichtungen, Hochschulbereich, Vereine, Deutsch-Französische Kulturzentren, etc.)

    Bitte schicken Sie dem DFJW – oder der zuständigen Zentralstelle – auf dem Postweg folgende Dokumente:

    • Den unterschriebenen Verwendungsnachweis mit Vermerk „Coronavirus“
    • Die Kopie der Belege für getätigte Ausgaben sowie die Belegliste (die Belegliste allein ist nicht ausreichend)
    • Die Ablehnung der Rückerstattung von getätigten Ausgaben durch Dienstleister (Hotels, Bahn, etc.)

    Bei den Ausgaben tragen Sie bitte die Kosten ein, die Ihnen nicht erstattet werden. Die förderfähigen Stornogebühren können jedoch die Höhe der ursprünglich vorgesehenen Bewilligung nicht überschreiten. 

    Bitte bewahren Sie die Rechnungen, aus denen hervorgeht, dass bestimmte Kosten nicht erstattet werden können, wie gewohnt 5 Jahre auf.

    Zentralstellen können eine Förderung der Verwaltungskosten für annullierte Projekte erhalten, wenn eine Anfrage gestellt wurde.

    Falls die tatsächlich entstandenen belegbaren Kosten niedriger sind als die vom DFJW erhaltene Förderung, muss der Antragsteller in jedem Fall den Unterschied an das DFJW zurückzahlen.

    Die eingegangenen Anträge werden nicht annulliert, damit Zahlungen an die Antragsstellenden möglich bleiben.

    Übernahme von Kosten im Individualaustausch: s. Frage 6.

    Bitte erkundigen Sie sich, ob Ihre Kosten zurückerstattet werden können. Die meisten Bahngesellschaften erstatten reservierte Fahrkarten, z. B.:

    Bei Flügen können in der Regel zumindest die Flugsteuern erstattet werden.

    Einen guten Überblick über die Rechte von Konsumenten (Flug, Zug, Hotel, ….) bietet auch das Europäische Verbraucherzentrum (Informationen auf DeutschInformationen auf Französisch).

  • 6. Wie sind Schüler*innen, die an den Programmen „Voltaire“ oder „Brigitte Sauzay“ teilnehmen, betroffen?

    Die Situation entwickelt sich sehr schnell. Wir empfehlen jeder Familie, die einen Individualaustausch plant, mit der Gastfamilie Kontakt aufzunehmen und gemeinsam die Daten des Austauschs zu klären. Die Schulleitung muss die Abfahrt ihrer Schüler*innen sowie die Ankunft der Gastschüler*innen genehmigen.

    Damit die Botschaften einen besseren Überblick über die im Ausland befindlichen Personen haben, bitten wir alle, die sich außerhalb ihres Heimatlandes befinden, sich in den Listen des zuständigen Außenministeriums zu registrieren:

    Weitere Informationen sind auf folgenden Seiten verfügbar:

    Die Bedingungen zur Vergabe eines Zuschusses im Rahmen des Brigitte-Sauzay-Programms bleiben bestehen.

    In folgenden Fällen erstattet das DFJW weiterhin die bereits bewilligten Zuschüsse:

    • Verschobene Abfahrt und dadurch verkürzter Aufenthalt
    • Verschobener Aufenthalt
    • Abgesagter Aufenthalt, sofern die Reisekosten nicht vom Anbieter oder einer Versicherung zurückerstattet werden

    Das Prinzip der Gegenseitigkeit muss allerdings weiterhin berücksichtigt werden – die Aufnahme der*s Austauschpartner*in muss beibehalten werden.

  • 7. Wie ist der Deutsch-Französische Freiwilligendienst betroffen?

    Momentan ist geplant, dass der Zyklus 2020-2021 des Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes im September 2020 beginnen soll.  Selbstverständlich hängt dies jedoch von der kommenden Entwicklung ab. Wenn Sie einen Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes leisten wollen, gibt es auch für Sie noch freie Plätze. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Deutsch-Französischen Freiwilligendienstes sowie in den Stellenangeboten des DFJW.

    Ob die Seminare für die Freiwilligen stattfinden können, hängt ebenfalls vom weiteren Verlauf der Situation ab. Betroffene Teilnehmende werden rechtzeitig und persönlich informiert.

  • 8. Gelten besondere Regeln für Kinder und Jugendliche, die von einem Austausch zurückkehren?

    Nein. Kinder und Jugendliche, die von einem Austausch zurückkehren, sollten sich an dieselben Hinweise halten wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger auch.

    Menschen, die aus einer Gegend kommen, in der das Virus unter Kontrolle ist, wie dies zur Zeit in Frankreich der Fall ist, brauchen sich bei Ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne zu begeben. Das Auswärtige Amt bietet hierzu ein FAQ mit allen wichtigen Informationen an. Das Bundesministerium des Inneren hat ebenfalls ein FAQ zu Quarantänebestimmungen erstellt.

  • 9. Wie ist die Lage in Deutschland und Frankreich?

    In Frankreich gilt das Virus auf dem Festland momentan als unter Kontrolle. Anders ist die Situation in Mayotte und Französisch-Guayana, wo das Virus aktiv ist. Santé publique France auf ihrer Website aktuelle Informationen zur Situation in Frankreich. Informationen zur aktuellen Situation sind zudem auf der Internetseite der französischen Regierung zugänglich.

    In Deutschland ist das Virus momentan ebenfalls unter Kontrolle. Das Robert-Koch-Institut informiert regelmäßig über den neuesten Stand der Fallzahlen in den Bundesländern.

  • 10. Welche Maßnahmen ergreift das DFJW, um die Wiederaufnahme von Begegnungen zu erleichtern?

    Am 1. Juli traten eine Reihe von Ausnahmeregelungen der Richtlinien in Kraft und sind bis zum Jahresende gültig. Sie betreffen vor allen 3 Bereiche: Die Fördersätze werden erhöht, virtuelle Begegnungen werden gefördert und die Antragsfrist wird ausgesetzt.

    Zudem hat das DFJW drei Projektausschreibungen ins Leben gerufen, um Projektträgern zu helfen:

  • 11. Ich möchte nach der Krise einen Austausch organisieren, und ich bin nicht an eine DFJW-Zentralstelle angeschlossen. Wie kann ich das tun?

    Während der Dauer der Ausgangsbeschränkungen werden wir ab sofort unser Förderverfahren ändern, damit der Weg zum Postamt vermieden wird.

    Antragstellung:

    Bitte schicken Sie keinen Förderantrag in Papierform, wenn er schon per Email eingereicht wurde, um Doppelbewilligungen zu vermeiden.

    Bitte schicken Sie Ihren Förderantrag mit allen notwendigen Unterlagen ab sofort nur als PDF-Datei an den Zentraler Servicebereich des DFJW csp@ofaj.org.

    Nach Bearbeitung durch die zuständigen Kolleg*innen, wird Ihnen die Zuweisung der Förderung per Email mitgeteilt.

    Abrechnung:

    Bitte übermitteln Sie uns den unterschriebenen Verwendungsnachweis als PDF-Version und in Papierform.