Moore schützen, Emissionen senken!
Du möchtest dich für die Umwelt einsetzen und hast Lust, in der Natur so richtig anzupacken? Am besten noch zusammen mit jungen Menschen aus anderen Ländern und Fachrichtungen? Dann bewirb dich für das Moorschutz-Projekt „Peatland Peers“, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) mit Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) organisiert wird.
Wer kann teilnehmen?
Junge Menschen von 18 bis 30 Jahren aus Deutschland, Frankreich und Polen
Das Projekt ist offen für alle. Besonders freuen wir uns über:
- (angehende) Landwirt:innen
- (angehende) Forstwirt:innen
- (angehende) Biolog:innen
- (angehende) Klimaforscher:innen
- (angehende) Landschaftspfleger:innen
- Kurz: Junge Menschen, die sich für Moore und Umweltschutz allgemein interessieren.
Deine persönliche Motivation kannst du im Bewerbungsformular mit uns teilen.
Wann?
24. - 31. Oktober 2026
Anreise bis 17 Uhr am Samstag, 24. Oktober 2026
Abreise morgens am Samstag, 31. Oktober 2026
Wo?
Das „Große Moor“ bei Gifhorn in Deutschland
Dieses ehemalige Hochmoorgebiet wurde für den Torfabbau und die Landwirtschaft entwässert. Dadurch ist es dauerhaft geschädigt und für seine Renaturierung dringend auf freiwillige Helfende angewiesen.
Was erwartet euch?
Sieben Tage interkultureller und interdisziplinärer Austausch
- Ihr lernt mit einem deutsch-französisch-polnischen Team neue Kulturen und Sprachen kennen.
- Ihr tauscht euch mit Expert:innen und jungen Menschen verschiedenster Fachrichtungen zum Moor- und Umweltschutz aus.
- Vor Ort werdet ihr in Mehrbettzimmern (Gemeinschaftstoiletten und –duschen) untergebracht. Außerdem gibt es ausschließlich regionale, saisonale und vegetarische Verpflegung.
Fünf Tage aktive Arbeit für den Moorschutz zur weiteren Wiedervernässung
- Ihr lernt die Moorlandschaft „Großes Moor“ Gifhorn mit lokalen Expert:innen kennen
- Ihr arbeitet für die Wiedervernässung der Moorlandschaft, etwa indem ihr einen naturnahen Pumpensumpf anlegt, Gräben reinigt, Torfmoose vermehrt, Heideflächen entkusselt, Bäume fällt und einen Stau baut.
Was sollt ihr mitbringen?
- Ihr solltet nicht „aus Zucker“ sein – Regen und Kälte sollten euch nichts ausmachen.
- Ihr habt Lust auf praktische Arbeit und arbeitet gern mit euren Händen.
- Bitte bringt wetterfeste Schuhe und Kleidung mit.
- Ihr solltet gute Englisch-Kenntnisse haben, da Englisch die Projektsprache ist.
Hinweis: Eine Übersetzung ins Deutsche, Französische und Polnische ist ebenfalls möglich.
Kosten
Die Teilnahme ist kostenlos.
Alle Kosten für Programm, Unterkunft und Verpflegung werden übernommen.
Die Kosten für An- und Abreise werden euch nach dem Projekt bis zu einem Höchstbetrag erstattet; bei Anreisen aus Deutschland und Polen bis zu einer maximalen Höhe von 250 Euro, bei Anreisen aus Frankreich bis zu 300 Euro.
Nach der Teilnahmezusage bucht ihr eure Reise selbst. Das DFJW überweist euch die Kosten nach der Veranstaltung auf Vorlage eines ausgefüllten Erstattungsformulars und der dazu gehörigen Belege zurück. Bei der Buchung wählt bitte die umweltschonendste und günstigste Reiseart aus.
Das DFJW und Moore: Was steckt dahinter?
Mit „Peatland Peers“ treibt ihr die Wiedervernässung der Moorlandschaft bei Gifhorn voran, um Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Denn: Trockengelegte Moore sind laut der Universität Greifswald für fast 7 Prozent der gesamten EU-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das entspricht 232 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr. Wenn Moore wieder vernässt sind, haben sie einen doppelten Nutzen für die Umwelt und das Klima: Zum einen setzen sie kaum mehr CO₂ frei. Zum anderen speichern sie langsam CO₂ und werden so von Emittenten zu CO₂-Senken.
Laut UN-Umweltprogramm (UNEP) machen Moore zwar nur 3 Prozent der weltweiten Landfläche aus, speichern jedoch fast 550 Milliarden Tonnen Kohlenstoff und damit doppelt so viel wie alle Wälder der Welt.
Kurz:Entwässerte Moore sind Klimaschurken, aber funktionierende Moore sind unsere stärksten natürlichen CO₂-Senker!
Darüber hinaus sind gesunde Moore Biodiversitäts-Hotspots für Flora und Fauna. Sie dienen als natürliches Mittel zur Regulation bei Hochwasser und Dürren.
Mit seiner Strategie für Umwelt- und Klimaschutz hat sich das DFJW das Ziel gesetzt, die im Rahmen von Jugendaustauschen entstandenen Emissionen bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zu 2023 zu verringern. Das Moorprojekt ist auf drei Jahre ausgelegt und ein wichtiger Bestandteil dieser Strategie. So setzt sich das DFJW aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz ein, unterstützt Jugendbegegnungen zum Umweltschutz und gestaltet seine Eigenmaßnahmen möglichst klimaschonend.
Projektpartner
Das Projekt wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) finanziert und durchgeführt. Es findet in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) statt.
Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU, Kreisverband Gifhorn e. V.) und dem Bergwaldprojekt e. V.
Unterstützt wird das Projekt ebenfalls von Pôle Relais Tourbières (FR) und dem Centrum Ochrony Mokradel (CMOK) (PL).
Mitmachen:
Du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt und lebst in Deutschland, Frankreich oder Polen?
Bewirb dich jetzt über das Formular
Bewerbungsfrist: 15. September 2026
Bis spätestens zum 25. September werden wir dir schriftlich mitteilen, ob du dabei bist.