RYCO wurde 2016 in Paris gegründet und soll die Verbindungen zwischen jungen Menschen aus den Ländern des Westbalkans stärken. Ziel ist es, die durch jüngste Konflikte entstandenen Spaltungen mithilfe von Dialog und Friedensarbeit zu überwinden. 

Zum 10. Geburtstag von RYCO fand ein dreitägiges Treffen statt, an dem junge Vereinsverantwortliche, Vertreter:innen nationaler Jugendräte sowie ehrenamtlich engagierte Personen teilnahmen. Sie waren in der Nationalversammlung, im französischen Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten sowie in der gemeinsamen Vertretung der Region Grand Est und des Saarlandes zu Gast. Die jungen Menschen hatten die Gelegenheit, sich mit Benjamin Haddad, beigeordneter Minister für Europa, dem Abgeordneten Frédéric Petit, den Generalsekretär:innen des DFJW und von RYCO sowie mit Forscher:innen und Fachleuten für deutsch-französische Beziehungen und den Westbalkan auszutauschen.

Sie nahmen außerdem an einer Podiumsdiskussion über die Lehren und die Bedeutung des deutsch-französischen Aussöhnungsprozesses teil. Auf dem Podium waren Stefan Seidendorf, stellvertretender Direktor des Deutsch-Französischen Instituts, und Donika Emini, Wissenschaftlerin an der Universität Graz und Mitglied der Beratungsgruppe für die Balkanpolitik in Europa (Balkans in Europe Policy Advisory Group – BiEPAG), vertreten. 

Die Begegnungen verdeutlichten die entscheidende Rolle des Jugendaustauschs für den Aufbau eines dauerhaften Friedens, die Stärkung der Demokratie und für den europäischen Integrationsprozess.

DFJW-Generalsekretär:innen Tobias Bütow und Pascale Trimbach betonten, dass diese Programme eine nachhaltige Investition in Frieden, Demokratie und die Zukunft Europas darstellten.