Werkstattgespräch am 14. Februar 2013 um 15.00 Uhr in der Deutschen Kinemathek Berlin.

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), offizieller Partner der Berlinale, und die Perspektive Deutsches Kino laden Sie im Rahmen des Festivals zu einer öffentlichen Diskussion über filmische Traditionen, Brüche mit Konventionen und politischen wie sozialen Widerstand ein.

Keine Tradition ohne Widerstand? Kein Widerstand ohne Tradition?

Wir nehmen das 50. Jubiläum deutsch-französischer Freundschaft zum Anlass, um den Blick in die Vergangenheit mit einem auf die Gegenwart zu verschmelzen. Von der Nouvelle Vague bis heute haben sich Bewegungen und Kollektive immer wieder selbst im Kontrast zum etablierten Kino definiert. Mit unseren Gästen wollen wir der Frage nachgehen, in welchen Bezügen zu anderen Filmemachern und gemeinsamen ästhetischen oder politischen Motiven ihre eigene Arbeit verstanden werden kann – und welche Rolle Tradition und Widerstand für die verschiedenen Filmemacher-Generationen heute noch spielen.

Teilnehmer:

  • Volker Schlöndorff

    In den 60er Jahren Regieassistent für Filmemacher der Nouvelle Vague, wurde er zu einem der wichtigsten Vertreter des Neuen deutschen Films. Berühmt für seine Literaturadaptionen – nicht zuletzt Die Blechtrommel (Goldene Palme 1979; Oscar für den besten fremdsprachigen Film 1980) –, hat er sich auch stets politisch engagiert. Zuletzt war er mit Das Meer am Morgen (La mer à l'aube), einem Film über die französische Résistance, im Panorama der Berlinale 2012 zu Gast. 
  • Bruno Dumont

    Einer der großen Autorenfilmer im aktuellen Kino Frankreichs, bekannt vor allem für Das Leben Jesu (La vie de Jésus) und Humanität (L'humanité), im Wettbewerb der Berlinale 2013 mit seinem Film Camille Claudel 1915 mit Juliette Binoche in der Hauptrolle. Mit dem Großen Preis der Jury wurde er in Cannes zwei Mal ausgezeichnet: für Humanität und Flandern (Flandres). 
  • Pia Marais

    Mit ihrem neuen Film Layla Fourie ist sie im Berlinale Wettbewerb 2013 vertreten. Regisseurin zweier viel beachteter Filme: Die Unerzogenen (u.a. Rotterdam, Tiger Award) und Im Alter von Ellen (Wettbewerb von Locarno). Ihr neuer Film ist eine deutsch-französische Koproduktion, die in Südafrika gedreht wurde. 
  • Emily Atef

    Jurypräsidentin des „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ auf der Berlinale 2013. Französisch-iranisch-deutsche Filmemacherin, Regisseurin von Molly's Way (u.a. Filmfest München, Förderpreis Deutscher Film für das beste Drehbuch), wurde mit ihrem zweiten Film Das Fremde in mir nach Cannes in die Semaine de la Critique eingeladen. Ihr dritter Spielfilm Töte mich feierte 2011 in Hof Premiere.

Moderiert wird das Gespräch von Frédéric Jaeger, Chefredakteur critic.de

 Anmeldungen unter  cafeberlinparis@dfjw.org

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen

Potsdamer Strasse 2

10785 Berlin
4ème étage

Pressekontakt:

Florence Batonnier / Wiebke Ewering

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