Im Jahr 1992 schloss das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) eine trilaterale Vereinbarung mit dem Auswärtigen Amt und dem französischen Außenministerium ab, um den Jugendaustausch mit den Ländern Mittel- und Osteuropas (MOE) zu vertiefen. Dieses Engagement steht im Zusammenhang mit der Erweiterung der Europäischen Union im Jahr 2004 und zielt darauf ab, die europäische Integration dieser Länder durch Jugendbegegnungen zu unterstützen.
Heute nehmen etwa 15 Länder der Region an den vom DFJW geförderten Austauschprogrammen teil, darunter auch einige Länder der Östlichen Partnerschaft der EU. Die Partnerorganisationen werden auf der untenstehenden Karte vorgestellt. Informieren Sie sich über ihre Tätigkeitsbereiche und thematischen Schwerpunkte.
Karte der Partner
Sie möchten einen trilateralen Austausch mit den Ländern Mittel- und Osteuropas organisieren?
Das Team des DFJW und besonders die Einheit „Regionen, Europa und Nachbarschaft“ berät Sie gern: trilateral@dfjw.org
Auch unsere MOE-Regionalbeauftragten stehen Ihnen mit praktischen Tipps und weiteren Informationen zur Verfügung:
- Paweł Piątkowski, Europa Direkt Institut e. V. (Estland, Lettland, Litauen, Ukraine, Polen, Tschechische Republik, Slowakei): pp@europa-direkt.com
- Garance Thauvin, interkulturelles netzwerk e. V. (Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Georgien, Ungarn, Moldawien, Rumänien): g.thauvin@interkulturelles-netzwerk.de
Etwa alle drei Jahre findet ein Netzwerktreffen statt, an dem Fachkräfte des internationalen Jugendaustauschs aus Deutschland, Frankreich und den Ländern aus MOE teilnehmen. Ziel dieser Treffen ist es, neue Einrichtungen kennenzulernen, den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden über Good Practices zur fördern, neue Ideen zu teilen und nachhaltige Projekte zu entwickeln. Dabei können bestehende Partnerschaften intensiviert und neue Kooperationen zu bestimmten Themen auf den Weg gebracht werden.
Beispiele für Netzwerktreffen:
- 2024 in Chișinău, Moldau in Zusammenarbeit mit interkulturelles netzwerk e. V. (Neuruppin, Deutschland), Peuple & Culture (Paris, Frankreich) und dem Gutta Club (Chișinău, Moldawien)
- 2024 in Leipzig, Deutschland in Zusammenarbeit mit Europa Direkt e. V. (Dresden, Deutschland), Une Terre Culturelle (Marseille, Frankreich) und VitaTiim (Narva, Estland)
- 2025 in Tallinn, Estland in Zusammenarbeit mit Europa Direkt e. V. (Dresden, Deutschland), Une Terre Culturelle (Marseille, Frankreich) und VitaTiim (Narva, Estland)
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Zusammenarbeit mit den Ländern Mittel- und Osteuropas ist das Weimarer Dreieck. Es steht für die enge Kooperation zwischen Deutschland, Frankreich und Polen. Seit den 1990er Jahren haben sich die Austauschprojekte zwischen diesen drei Ländern vervielfacht. 2025 stellten das DFJW
und das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) das Label „Jugend für das Weimarer Dreieck“ vor, das trilaterale Projekte mit Polen auszeichnet und ihnen mehr Sichtbarkeit verschafft. Weitere Informationen zu den mit dem Label ausgezeichneten Begegnungen und zum Weimarer Dreieck befinden sich auf dieser Seite.