Im Laufe des Monats Mai führen euch unsere Juniorbotschafter*innen durch verschiedene Thematiken, welche uns alle betreffen. Dafür veröffentlichen wir an jedem Tag des Monats einen Beitrag, welcher zum Nachdenken über Interkulturalität und die Zukunft Europas anregt. Themen wie Ökologie, intergenerationeller Austausch, Städteentwicklung und viele weitere werden kreativ und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Im Rahmen der Kampagne teilen wir Erfahrungen, Erkenntnisse und praktische Tipps und möchten so zu gemeinschaftlichem Austausch beitragen. Gemeinsam feiern wir den kulturellen Reichtum Europas!

Im Mai ergreifen unsere Juniorbotschafterinnen das Wort und fordern uns mit täglichen Beiträgen dazu auf, unser Engagement für Europa zu überdenken. Wie können wir wir mehr Verantwortung für ökologische Nachhaltigkeit übernehmen? Welchen Beitrag leisten Partnerschaften für Europa? Wie können wir die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene verbessern? Wie sollte Solidarität zwischen den Generationen aussehen? Wie ist es um Frieden in Europa bestellt? Diese und weitere Fragen sollen dazu beitragen, unser bisheriges Engagement zu überdenken und neue Ideen zu entwerfen. Mit Spannung erwarten wir deshalb das Projekt „31 Ideen für Europa“ unserer Juniorbotschafter*innen.

Die bisherigen Aktionen

31. Mai

Heute ist der letzte Tag des Europamonats! Danke an alle, dass ihr uns während des gesamten Monats Mai gefolgt seid. Wir sind froh, dass wir europäische Ideen, Aktivitäten und Erfahrungen mit euch teilen konnten. Abschließend laden die DFJW-Juniorbotschafter*innen euch ein, den Reichtum und die Vielfalt unserer europäischen Städte neu zu entdecken. Auch wenn es immer noch schwer vorstellbar ist, wieder quer durch Europa zu reisen, schlagen wir euch anhand eines kleinen Spiels vor, virtuell zu reisen. Wie steht es mit euch? Welche ist eure europäische Lieblingsstadt? Klickt hier.

30. Mai

Heute präsentiert uns Blandine, unsere Juniorbotschafterin in der Vendée, den bewegenden Lebensbericht von Jacques Quéreau, dem es mit Hilfe seines Städtepartnerschaftsvereins gelungen ist, seine deutsche Familie zu finden.

„Ohne diesen deutsch-französischen Austausch wäre nichts möglich gewesen. Europa hat unsere Völker wiedervereinigt und es uns ermöglicht, seit 75 Jahren in Frieden zu leben“. Dieser Europamonat ermöglicht es uns jedes Jahr, unsere Einheit und die Friedensbemühungen zu feiern, die seit 1945 in Europa unternommen wurden. Städtepartnerschaften sind eine der europäischen Initiativen, die Frieden ermöglichen.

Wer bist du, Papa?

1944: Nantes ist besetzt und befindet sich unter alliierter Bombardierung. In diesem Kontext von Elend und Leid komme ich im Juli auf die Welt. Ich habe eine Mutter, aber keinen Vater.

Meine Mutter lebt seit 1937 in Nantes. Bei einer Tante untergebracht, erlernt sie das Schneiderhandwerk. Diese Geburt muss einigen Menschen ein Dorn im Auge gewesen sein, denn niemand konnte mir sagen, wo ich von Geburt an bis zu meinem fünften Lebensjahr war. Es muss gesagt werden, dass ich in eine Familie geboren wurde, die in völliger Stille eingeschlossen war. Ich weiß nur, dass meine Mutter sich nie um mich gekümmert hat, außer in der Zeit meiner Ausbildung zum Stuckateur, wo sie sich dazu herabließ, mich aufzunehmen (28 Monate in 70 Lebensjahren).

Im Alter von 6 Jahren komme ich in die Familie. Meine Großmutter sorgt während der Grundschule die ganze Zeit für mich. Von meiner Großmutter habe ich nur gute Erinnerungen. Von der Grundschulzeit habe ich nur schlechte Erinnerungen an diejenigen, die meine Klassenkameraden hätten sein sollen: Schikanen, Schläge, Ausgrenzung, Beleidigungen, verletzende Worte gegenüber mir und meiner Mutter.

Den Schulabschluss in der Tasche, kehre ich in die Vendée bei Moutiers les Mauxfaits zurück. Mein Beruf ermöglicht es mir, die Frau zu treffen, die meine Ehefrau wird. Wir werden 3 Kinder und 9 Enkelkinder haben. Meine Kinder lassen sich nicht hinters Licht führen: Sie vermissen einen Großvater; sie werden ihn jedoch nie erwähnen, zweifellos aus Respekt mir gegenüber.

Ende Oktober 2011 ist meine Mutter am Ende ihres Lebens angelangt. Die Klinik ruft uns an und ermutigt uns, an ihr Bett zu gehen, um ihr in ihren letzten Momenten beizustehen. Meine Halbschwester ist da und bittet unsere Mutter, uns zu sagen, wer mein Vater sei. Sie wird die Frage 4 Mal stellen bis durch ein kaum hörbares Röcheln ein Vor- und ein Nachname erklingt. Kurz danach verstirbt sie. Sie hat ihr Geheimnis 91 Jahre lang bewahrt, und ich habe 70 Jahre lang gelitten.

Am Tag der Beerdigung fragt mich eine alte Dame, ob ich der Sohn von Germaine sei, und sie sagt: "Sie sind das wahre Porträt Ihres Vaters". Diese Dame gibt uns viele Informationen über die Beziehung zwischen meinem Vater und meiner Mutter, die es uns ermöglichen, mit unseren Nachforschungen zu beginnen. Achtzehn Monate vergehen, bis eine Akte eintrifft, aus der hervorgeht, dass mein Vater 1999 starb und auf einem Friedhof in Hamburg begraben ist, wo einer seiner Söhne lebt. Mein Vater ist also Deutscher und ich habe einen Bruder.

Von dort aus wende ich mich an das Partnerschaftskomitee von Moutiers-les-Mauxfaits, das mir eine große Hilfe sein wird. Ich spreche kein Deutsch und Blandine, Juniorbotschafterin beim DFJW, wird meine Übersetzerin sein.

Seit 2014 stehe ich mit meinem Bruder in Kontakt. Ich war lange Zeit unentschlossen, diesen Schritt zu tun. Ich habe mir viele Fragen gestellt: Hat er eine Familie? Wie wird er reagieren? Was, wenn er mir nicht antwortet? Wie wird meine Reaktion sein? Der Partnerschaftsverein sowie meine Schwester haben mir bei diesem Schritt sehr geholfen, und dafür danke ich ihnen.

September 2017: Man informiert mich darüber, dass der Vorsitzende der Städtepartnerschaft Althengstett in der Vendée mit seiner Familie zu Besuch ist. Er will mich treffen. Wir empfangen ihn zu Hause, er wird von seiner Frau begleitet. Ich drücke ihnen gegenüber meinen Wunsch aus, das Grab meines Vaters zu besuchen und meinen Bruder zu treffen. Mein Gesprächspartner verspricht, mir bei dieser Reise zu helfen.

Am 23. April 2018 bin ich mit meiner Frau am Hamburger Flughafen, es ist 14 Uhr. Unsere Freunde sind auch da. Im letzten Moment haben sie beschlossen, sich uns anzuschließen, um uns bei der Kontaktaufnahme zu meiner neuen Familie zu helfen. Seit dieser Reise habe ich Frieden gefunden, ich habe eine neue Familie und kann fortan erhobenen Hauptes gehen.

Ohne diesen deutsch-französischen Austausch wäre nichts möglich gewesen. Europa hat unsere Völker wiedervereinigt und es uns ermöglicht, seit 75 Jahren in Frieden zu leben. Diese Arbeit ist noch nicht beendet. Jeder von uns hat die Pflicht, einen Beitrag zu leisten. Das können wir, wenn wir an die europäischen Werte glauben. Brüderlichkeit, Solidarität, Toleranz, gegenseitiger Respekt und Austausch sind für uns alle erreichbar.

Lasst uns helfen, Europa voranzubringen! Es ist unsere Zukunft.

Jacques Quéreau

29. Mai

Reisen stellt uns manchmal vor Herausforderungen. Sollen wir die schnelle oder die umweltfreundliche Route nehmen? Nehmen wir lieber den Bus oder den Zug? Fragen, die wir uns im Zeichen von Klimawandel und Nachhaltigkeit vermutlich noch häufiger stellen werden. Ideale Voraussetzungen für ein kleines Quiz in unserer Instagram-Story, bei dem ihr herausfinden könnt, welche Reiseroute durch Europa nun umweltfreundlicher ist. Vielleicht sind Bus und Zug ja doch nicht immer das beste Verkehrsmittel?

28. Mai

Entdeckt mit uns Wörter und die Region Ile-de-France sowie die norddeutschen Bundesländer.

Faïmath, DFJW-Juniorbotschafterin in Paris und Miriam, DFJW-Juniorbotschafterin im Burgund, bieten euch eine Reise durch die Region Ile-de-France und die norddeutschen Bundesländer rund um 11 historische Städte an, die euch in Bildern und Rätseln vorgestellt werden! Auf die Plätze, fertig, los!

27. Mai

Wieviel Prozent der Deutschen leben in Dörfern? Wie viele Flaschen Wein werden jährlich im Burgund hergestellt? Testet euer Wissen mit einem von den DFJW-Juniorbotschafter*innen vorbereiteten Quiz. Die Regionen Deutschlands und Frankreichs werden euch bald bestens bekannt sein! Klickt hier.

26. Mai

Trotz Corona sollte das Leben bunt und voll Spaß bleiben.  Und was ist spaßiger als ein Spieleabend mit Freunden – vielleicht aus ganz Europa?  Unsere Juniorbotschafter*innen Nour und Philipp haben deshalb für euch einen Spieleklassiker auf europäisch umgewandelt. Mit unserem Europa-Stadt-Land-Fluss sind kurzweilige Abende garantiert und so kann man sich wenigstens in Gedanken auf eine große Europareise machen. Einfach den Bogen ausdrucken, euch mit euren Freund*innen verbinden und los geht‘s!

25. Mai

Nach mehreren Wochen mit Spielen und Lesestoff lernen wir uns kennen! Sagt uns, wer ihr seid und was ihr mögt dank der von zwei Juniobotschafter*innen vorbereiteten Umfrage. Und nutzt die Gelegenheit, um eure Sprachkenntnisse zu verbessern! Testet euer Wissen mit unserem Spiel in der Instagram-Story!

24. Mai

Ein berühmtes afrikanisches Sprichwort sagt: „Das neue Seil muss man am Ende des alten anknüpfen“. Inspiriert von diesen Worten befragten die Juniorbotschafter*innen des DFJW Personen aller Altersgruppen in Frankreich und Deutschland, um ihre Ideen und Erfahrungen über die Beziehungen zwischen den Generationen auszutauschen. Ihrer Meinung nach ist es wichtig, dass wir als junge Menschen in der Lage sind, unsere Visionen der Welt zu überdenken und unsere Erfahrungen mit Menschen einer anderen Generation zu teilen. Hier sind ihre Erfahrungsberichte! 

Anna (26), Deutschland

Meine Großmutter erlebte ein anderes Europa, sie lebte in einem Nazi-Deutschland; sie lebte in einem geteilten Deutschland, das durch Grenzen gekennzeichnet war, obwohl die Einwohner den gleichen kulturellen und sozialen Hintergrund hatten. Heute scheint es normal zu sein, den Schengen-Raum zu haben, um problemlos nach Polen oder Frankreich fahren zu können. Es stimmt, dass es immernoch kulturelle Unterschiede gibt, aber zumindest ist die Bewegungsfreiheit in Europa wirksam und geschätzt. Ich erinnere mich, dass ich einmal in einem Geschäft gearbeitet habe, in dem eine pensionierte, 60 Jahre alte Dame war. Es war so gut, dass sie mit uns über ihr vergangenes Leben sprach, über all die aufregenden Dinge, die sie unternommen hatte, wie z.B. ihr soziales Engagement und ihren Kampf in dieser Zeit für bestimmte Anliegen. Ihre Geschichte ist so inspirierend.

Didier (72), Frankreich

Diese Freude, die mich überwältigt, wenn ich etwas mit der jungen Generation von heute unternehme. Diese Generation ist an allen Fronten engagiert und besorgt über die großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts: Umweltprobleme, zunehmender Populismus, die Migrationsfrage usw.
In meiner Zeit lagen die Prioritäten woanders, und ich bin glücklich, wenn ich meine Erfahrung mit den jungen Menschen um mich herum teilen kann. Der Kontakt zwischen den Generationen ist mehr als notwendig, denn er berücksichtigt die Gegenwart, die Zukunft und auch die Vergangenheit.

Gerlinde (78), Deutschland

Intergenerationelle Beziehungen bedeuten für mich, dass trotz eines vorhandenen Altersunterschieds beide Generationen voneinander lernen können. Es besteht daher ein Wissens- und Erfahrungsaustausch, der sich bereichernd für alle auswirkt. Uns älteren Generationen wird das Gefühl gegeben, wir werden noch gebraucht und andersherum. Die Jugendlichen können mir bei Technikfragen und bei neuen Begrifflichkeiten weiterhelfen. Wir unterstützen uns gegenseitig und profitieren voneinander.

Emma (21), Frankreich 

Auf einer Ebene, die von vielen ignoriert wird, verhindern die Beziehungen zwischen den Generationen, dass der Einzelne in der Einsamkeit versinkt. Man neigt zu der Annahme, dass die Einsamkeit in Europa nur die Alten betrifft, aber das stimmt nicht. Es gibt viele junge Menschen, die wirklich einsam sind und sich hinter ihren Smartphones und Laptops verstecken. 

Wifak (26), Tunisien

Ich hatte das Glück, in einem Umfeld aufzuwachsen, in dem die Beziehungen zwischen den Generationen (z.B. zu den Großeltern) kulturell sehr wichtig sind und ich meine Großeltern regelmäßig besuchen musste. Aber auch an meinem Arbeitsplatz arbeite ich mit älteren Menschen und ich stelle fest, dass sie meine Ideen und Vorschläge, die sie innovativ, aktuell und neu finden, immer willkommen heißen. Diese Freude zeigt ihr Interesse an einer professionellen Zusammenarbeit mit jungen Menschen. 

23. Mai

„Seitdem sind wir also eine europäische Familie. Und wir wissen, wie kostbar Frieden ist. Und dass er das Engagement jedes einzelnen erfordert.“
Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges teilt unsere Juniorbotschafterin in Paris, Lisa Thiel, die unglaubliche Geschichte ihrer Mutter mit uns, die überraschend von der Existenz ihrer französischen Schwester erfuhr.

Ich hatte schon immer eine hohe Affinität für das französische Nachbarland. Oft habe ich meine Urlaube dort verbracht. Die Landschaft ist einfach wunderschön und ich liebe die französische Sprache und Kultur.

Die Geschichte beider Länder ist eng miteinander verbunden, gerade zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte ein reger Austausch unter Künstlern und Intellektuellen. Umso erschreckender, dass man sich trotzdem in zwei Weltkriegen als Feinde gegenüberstand.

Deswegen finde ich die Stärkung der französisch-deutschen Freundschaft unglaublich wichtig, besonders politische Gesten wie von Kohl und Mitterrand damals, aber auch die Verbundenheit „im Kleinen“ wie bei den Städtepartnerschaften.

Zwischen Solingen und Chalon-sur-Saône gab es schon zu meiner Zeit Bewegungsmöglichkeiten für junge Menschen. Eine befreundete Krankenschwester hat in ihrer Jugend erste Erfahrungen in einem französischen Krankenhaus gesammelt, Sportvereine beider Städte haben sich gegenseitig besucht und Schüler*innen haben Zeit im Nachbarland verbracht. Damit so was entsteht und beibehalten wird, ist das Engagement von Lehrkräften etc. entscheidend. Ich habe damals meine Tochter ermuntert und immer wieder bei dem Lehrer nachgefragt, damit der Austausch zustande kam.

Meine ganz persönliche Verbindung zu Frankreich kam unverhofft: Im Jahr 2005 stand meine Mutter vor der Tür, in der Hand ein Brief von der Wehrmachtsauskunftstelle in Berlin (WASt), die Menschen bei der Suche nach ihren deutschen Vätern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs hilft. Eine Französin aus der Bretagne hatte sich an sie gewandt. Wir wussten zwar, dass mein Vater (der zu diesem Zeitpunkt leider schon seit einigen Jahren verstorben war) als Kriegsgefangener in Frankreich arbeiten musste, aber von einer Tochter wussten wir nichts. Das war noch bevor er meine Mutter kennengelernt hatte. Aber er hatte (und das trotz seiner Zwangsarbeit dort) immer von dem Land geschwärmt und war sogar nach seiner Entlassung freiwillig länger geblieben - anscheinend nicht ohne Folgen.

Ich hatte also plötzlich eine Schwester!

Was folgte, waren Emails, Briefe und gegenseitige Besuche. Für sie war es das erste Mal, dass sie Geschichten von ihrem Vater hörte und es war eine wichtige Erfahrung, mit ihr zusammen sein Grab zu besuchen. Sie sagte mir damals noch, es sei wichtig für sie, ihre Wurzeln zu kennen.

Seitdem sind wir also eine europäische Familie. Und wir wissen, wie kostbar Frieden ist. Und dass er das Engagement jedes einzelnen erfordert.

22. Mai

Ihr genießt gerne ein leckeres Steak oder wollt einfach nur herausfinden, welchen Einfluss unsere Ernährung auf die Umwelt hat? Dann ist die heutige Instagram-Story genau das Richtige für euch. Und als Bonus gibt es ein Rezepte mit veganen Alternativen zu euren Lieblingsessen. Ladet euch hier das Rezept herunter. Unser Eco‘tella vom 7. Mai passt übrigens perfekt zu den Pancakes!

21. Mai

Die Verhaltensweisen der Menschen haben einen großen Einfluss auf unsere Umwelt. Die aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geben uns die Möglichkeit, diese Tatsache aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Gemeinsam mit den DFJW-Juniorbotschafter*innen habt ihr die Möglichkeit, die Auswirkungen der Einschränkungen der letzten zwei Monate auf die Natur kennenzulernen und euer Wissen über den Klimawandel zu testen!

20. Mai

Heute ist uns mehr denn je bewusst, wie wichtig es ist, Beziehungen zwischen den verschiedenen Generationen zu pflegen. Leonie, unsere Juniorbotschafterin in Leipzig, erzählt uns von ihren Erfahrungen als Freiwillige in einem Altersheim in Frankreich.

19. Mai

Die Instrumentalfassung von „Freude schöner Götterfunken“  oder auch „Ode an die Freude“ ist für alle Europäer*innen eine bekannte Melodie. Doch auch jeder Mitgliedsstaat hat eine eigene Nationalhymne mit dem sich der Staat zu besonderen Anlässen präsentiert - ob zum Trällern am Nationalfeiertag oder für emotionale Momente beim Fußball. Fun Fact: Für die meisten Nationalhymnen gibt es jedoch keine allgemein akzeptierte Übersetzung – weder für den Titel, noch für den Text! Schafft ihr es diese schönen Melodien dem Herkunftsland zuzuordnen? Testet euer Wissen auf Instagram!

18. Mai

Die Gesundheitskrise hindert uns daran, von einem Land zum anderen zu reisen. Doch Europa bietet uns verschiedene Arten anderweitig zu reisen! Beantwortet in unserer Instagram-Story eine Umfrage und erzählt uns von euren letzten Erfahrungen mit Europa! 

17. Mai

Angesichts der Coronakrise haben viele europäische Länder ihre Binnen- und Außengrenzen geschlossen, was die Situation der Flüchtlinge auf dem Kontinent noch erschwert hat. Auf allen Ebenen zeigen Initiativen, dass noch Hoffnung auf ein besseres Vorgehen in diesen Angelegenheiten besteht. Entdeckt sie in diesem Video von den DFJW Juniorbotschafter*innen!

16. Mai

Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Städten und Ländern sind eines der größten Friedensprojekte, die zwischen unseren beiden Ländern existieren. Die erste Begegnung unserer Juniorbotschafterin Bernarda mit Frankreich war im Alter von 14 Jahren. „Unsere Lehrerin hat noch Schüler für einen Austausch mit unserer der Partnerstadt Saint-Jean-de-la-Ruelle gesucht, und ich fand das klang ziemlich cool. So hatte ich 2 Wochen voller Spaß und hat viele neue Freunde gefunden. Ich weiß noch, wie komisch es für mich war, als ich beim Abendbrot das Baguette mit dem Messer abgeschnitten habe und danach erst bemerkt habe, dass alle es einfach abreißen :D. Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser finde ich die Idee mit den Städtepartnerschaften.“

Gegründet wurden sie kurz nach dem zweiten Weltkrieg, um wieder Frieden zwischen die beiden Länder zu bringen. Ein voller Erfolg, wenn ihr uns fragt! Die ersten Städtepartner waren Ludwigshafen und Montbéliard 1950, heute gibt es über 2.200 Partnerschaften, mehr als irgendwo sonst! Die meisten davon wurden in den 60er Jahren, nach dem Ende des kalten Krieges und zur Jahrtausendwende geschlossen. Vereine, Politiker und Schulen besuchen sich gegenseitig, so wie Bernarda auch mit ihrer Schule nach Frankreich gefahren ist. Durch Angebote wie Sport oder Kultur erhalten auch die Leute einen persönlichen Bezug zu Europa, bei denen es noch nicht so sehr im Alltag vorkommt.

Allerdings ist nur ein Viertel der Teilnehmenden an Städtepartnerschaft-Programmen unter 30, nicht ohne Grund haben viele Kommunen Angst um ihre Beziehungen. Eine weitere Idee für Europa ist deshalb: Fördert die Städtepartnerschaften, bringt euch ein und schaut, was eure (Partner-)Stadt alles zu bieten hat! Wart ihr schon Mal in eurer Partnerstadt? Was war euer schönstes Erlebnis dort? Erzählt es uns auf Instagram und testet euer Wissen über Städte- und Regionalpartnerschaften mit dem Quiz in unserer Story!

15. Mai

Der Müll stapelt sich und du weißt nicht wohin damit? Mach doch einfach was Neues draus! Die EcoAmbassadors zeigen dir wie du aus alten Tetra-Packs einen Blumentopf oder einen Stiftehalter machst. Die Schritt-für-Schritt Anleitung findest du auf dem Instagram-Kanal.

14. Mai

Wiederholt euren Europawortschatz auf Deutsch und Französisch mit dem Memory, das unsere Juniorbotschafter*innen für euch vorbereitet haben!

13. Mai

Urban Gardening – die grüne Lunge der Großstadt

Urban Gardening erfreut sich in vielen Städten immer größerer Beliebtheit. Aber was genau ist das eigentlich? Als Urban Gardening bezeichnet man privates oder gemeinschaftliches Gärtnern auf kleinen, oft vernachlässigten Flächen mitten in der Stadt oder auf dem eigenen Balkon. Gärten verbessern das Mikroklima, verschönern triste Großstädte, steigern die Biodiversität und locken Insekten an. Aber nicht nur für die Natur ist Urban Gardening ein Gewinn: In urbanen Gärten können auch öffentliche Räume für BegegnungundAustausch geschaffen werden und so können aus anonymen Stadtbewohnern interkulturelle Gemeinschaften entstehen.

Als ein sehr bekanntes Beispiel in Deutschland gilt der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg. Vor 11 Jahren noch ein komplett vermüllter Ort, wachsen hier mittlerweile auf einer Fläche von 5800qm 500 verschiedene Gemüse- und Kräutersorten. Das Projekt lebt von Einnahmen aus dem eigenen Restaurant und dem Verkauf von Erntegut. Berlin-Kreuzberg ist ein Stadtteil, in dem es kaum Platz für grüne Flächen gibt und soziale Probleme einen großen Stellenwert haben. Mit dem Prinzessinnengarten gibt es nun einen Ort des gemeinsamen Austausches. Nach und nach wurde ein neuer Ort urbanen Lebens geschaffen.

Auch in Frankreich wird Urban Gardening immer beliebter. Die Initiative, "permis de végétaliser" (oder "Lizenz zur Vegetation") der französischen Hauptstadt hat sich zum Ziel gesetzt für das Jahr 2020, 100 Hektar Vegetation auf den Mauern und Dächern der Stadt anzulegen, wobei ein Drittel der städtischen Landwirtschaft gewidmet ist. Jeder Bürger kann „Gärtner des öffentlichen Raums“ werden und wird dazu ermutigt sein eigenes städtisches Gartenprojekt zu starten. Teilnehmern werden auf Anfrage eigene Pflanzensets von der Stadt zur Verfügung gestellt, die Erde und Samen enthalten. Von der Pflanzung von Obstbäumen über die Errichtung lebendiger Mauern bis hin zu einem Dachgarten - der Kreativität der Gärtner werden keine Grenzengesetzt.

Zum Schluss haben wir noch ein Projekt, das sich ganz einfach zu Hause im Garten oder auf dem Balkon umsetzen lässt. Wie wäre es mit eurem eigenen Insektenhotel? Damit schafft Ihr eine Nist- und Überwinterungsmöglichkeit für Nützlinge wie Hummeln, Wildbienen, Wespen, Florfliegen oder Ohrwürmer, die durch Bestäubung und als kostenlose biologische „Schädlingsbekämpfer“ dabei helfen, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Du benötigst eine Blechdose, etwas Wolle, Holzperlen, Filz, Klebstoff und eine Schere. Um die Blechdose zu befüllen benötigst du zusätzlich noch Bambusstäbe, Röllchen aus Wellpappe, Holzwolle, Stroh und dünne Zweige. Außerdem kannst  du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Wie wäre zum Beispiel ein Insektenhotel, das wie eine Biene oder ein Fabelwesen aussieht? Bei der Gestaltung sind dir keine Grenzengesetzt!

Viel Spaß beim Urban Gardening!

12. Mai

Zwischen zwei Sprachen herrschen oft verschiedene Wortpaare. Diese sind sich zum verwechseln ähnlich, haben aber in ihrer Sprache unterschiedliche Bedeutungen. Können wir sie entlarven?
Spielt mit uns auf Instagram und testen Sie Ihre Kenntnisse!

11. Mai

Was ist eigentlich eine Generation? Und was bedeutet intergenerationeller Austausch? Besonders in der aktuellen Krise sollten alle Generationen ihr Wissen teilen, für einander Verständnis zeigen und sich gegenseitig unterstützen. Dies ist auch Teil einer europäischen Identität, welche die Geschichte von gestern, die Geschehnisse von heute und die Ideen für morgen umfasst. Man könnte meinen, die älteren Generationen denken lediglich an die Vergangenheit, während die Jungen sich nur für die Zukunft interessieren. Dabei ist es wichtig, Brücken zu schlagen und Menschen jeden Alters zu verbinden. Während einige womöglich von rasantem technologischem Wandel überfordert sind, mag es anderen an Lebenserfahrung fehlen. Deshalb sollten wir gemeinsam in die Zukunft gehen, gestärkt durch Zusammenhalt.
Werft jetzt einen Blick in unsere Instagram-Story und testet euer Wissen zu diesem Thema!

10. Mai

Die deutsch-französischen Beziehungen werden besonders in den Grenzregionen sichtbar. In diesen Städten ist der deutsch-französische Austausch täglich zu erleben, z. B. Arbeiten oder Studieren im Partnerland. In unserem Quiz wollen wir den Fokus auf folgende Städte der deutsch-französischen Grenzregion legen: Freiburg, Straßburg, Metz, Saarbrücken, Karlsruhe und somit zeigen, dass Ländergrenzen besonders in diesen Städten nahezu unsichtbar werden, denn die freundschaftlichen Beziehungen in Europa sind hier selbstverständlich. 

9. Mai

Der 9. Mai ist der Europatag! Wir als junge Erwachsene leben diese Union tagtäglich. Lasst euch von den Geschichten unserer Juniorbotschafter*innen inspirieren. Sie haben alle die EU in ihre Ausbildungen integriert und das Überschreiten von Grenzen wurde somit zum Alltag.

 

8. Mai

Am 8. Mai 1945 fanden die schrecklichen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs ihr Ende. Heute liegt dieser Tag 75 Jahre zurück. Seitdem errinnert er uns daran, die Opfer dieses Krieges nicht zu vergessen und den gefundenen Frieden wertzuschätzen.
Unsere Junioborschafterin in Sachsen-Anhalt, Skady Luise, hat an einem Erinnerungsprojekt auf einem französischen Militärfriedhof gearbeitet. Heute berichet sie uns von ihren Erfahrungen.

Vor drei Jahren habe ich an einem Workcamp teilgenommen, welches vom DFJW und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert wurde. Wir waren 20 junge Menschen zwischen dreizehn und siebzehn aus Frankreich und Deutschland, die zwei Wochen in der Nähe von Lyon in Frankreich verbracht haben. Ich hatte vorher noch nie an einem derartigen Projekt teilgenommen und wusste nicht, was ich auf mich zukommen würde. Ich hatte nur gelesen, dass wir auf einem Massenfriedhof des Zweiten Weltkrieges arbeiten würden. Als wir auf dem kleinen schönen Bauernhof ankamen, in dem wir die nächsten zwei Wochen schlafen und essen würden, war ich sofort begeistert. Ich war mit einer Freundin zusammen zu dem Projekt gefahren und wir teilten uns ein Zimmer mit zwei Französinnen. Die Atmosphäre war super schön, das Wetter war damals im Hochsommer sehr heiß, das französische Essen liebten wir und abends schauten wir uns auf dem dazugehörigen Tennisplatz die vielen Sternschnuppen an. Wir schlossen sofort Freundschaften mit vielen anderen Teilnehmenden und verbesserten unser Französisch in den Sprachanimationen und in den täglichen Gesprächen.

Als wir das erste Mal zum Massenfriedhof gingen und ich die circa 20.000 weißen Kreuze sah, war ich unglaublich erstaunt. Erstmal ist natürlich der Anblick einfach nur verrückt - all die Kreuze und all die Menschen, die dort vergraben liegen... Aber noch erstaunter war ich, als mir der Gedanke durch den Kopf ging, dass das unsere gemeinsamen Vorfahren waren, die dort vergraben liegen. Wir konnten durchs Archiv der Namen schauen und viele von uns fanden Menschen mit denselben Nachnamen. Wir erzählten auch viel von unseren Vorfahren – viele von uns wussten, was sie damals im Zweiten Weltkrieg gemacht hatten – und alle Geschichten waren sehr traurig.

Wir gingen jeden Tag zum Friedhof, um die Gräber zu säubern und bereiteten einen Gottesdienst für die Bewohner*innen des kleinen Ortes vor. Ich durfte auf dem Gottesdienst die Fürbitte auf Deutsch sagen, zusammen mit einer Französin, die sie auf Französisch vortrug. Das war für mich der emotionalste Moment. Ich war so glücklich, dass dieser Krieg vorbei war und dass wir mittlerweile sogar zusammen an diesem Orten des Schreckens stehen und gemeinsam an unsere Vorfahren denken. Was hätten unsere Urgroßväter gesagt, hätten sie gewusst, dass wir einmal so zueinanderstehen werden? Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Begegnung meinen Blick auf den Zweiten Weltkrieg sehr verändert hat. Es ist immer etwas sehr Unvorstellbares, was man in den Geschichtsbüchern liest, und wir können uns heutzutage mit der Europäischen Union und allen Möglichkeiten, die wir in Europa haben, gar nicht mehr vorstellen, dass so etwas möglich ist.

Ich habe damals ein Banner mit einem Zitat von Jean-Claude Juncker gesehen, das mich sehr nachdenklich gemacht hat und welches meine Erfahrungen sehr gut beschreibt: „Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen. Dort kann man sehen, wozu das Nicht-Europa, das Gegeneinander der Völker, das Nicht-Miteinander-Wollen, das Nicht-Miteinander-Können führen muss. Und deshalb sind Soldatenfriedhöfe überall in Europa permanente Zeugnisse dafür, dass es eine heilige Pflicht bleibt, die europäische Freundschaft nicht enden zu lassen. Wer hier steht, begreift Europa besser.“ (Jean-Claude Juncker, 2005 , bei einer Gedenkfeier auf der deutschen Kriegsgräberstätte Sandweiler in Luxemburg)

7. Mai

Bist du den 0-8-15-Aufstrich vom Discounter satt und magst mal eine Alternative auf dem Frühstücksbrötchen ausprobieren? Unsere EcoAmbassadors zeigen dir wie: Mach dein eigenes Eco‘Tella! Das Rezept gibt es hier zum Download. Und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in unserer Insta-Story

6. Mai

Samstag habt ihr die Methode der Sprachanimation schon etwas kennengelernt und heute soll es konkret werden, wir wollen mit euch interagieren

Wenn ihr wissen wollt, wie die funktionieren und ihr noch mehr Methoden der Sprachanimation kennenlernen wollt, gibt es eine spannende Broschüre

Unsere Top 3 der der Sprachanimationen sind:

  1. Assoziationsspiel (l’associogramme) (Reader, S. 154/155)
  2. Autogrammjagd (la chasse aux signatures) (166/167)
  3. Der Regen am Amazonas (la pluie tropicale) (228/229)

Das tolle ist, das funktioniert nicht nur mit deutsch und französisch, sondern auch wunderbar in trinationalen Kontexten.

5. Mai

Macht das Quiz um zu erfahren, wie gut ihr die europäischen Hauptstädte kennt!

4. Mai

In ganz Europa müssen Menschen derzeit in ihren eigenen vier Wänden sitzen, man erkennt Gesichter kaum noch hinter Mauern aus Masken und die europäischen Grenzen sind nicht mehr ohne weiteres für jedermann passierbar. Doch wo sind noch überall Mauern in unserem Leben und unserer Gesellschaft? Wie können wir diese überwinden? Diesen Fragen sind junge Menschen in Deutschland und Frankreich bei dem Projekt „Mauer aus Kunst“ nachgegangen. Das Memory zeigt einige der über 500 Bilder des Gesamtwerkes. Spielbar ist das Memory in einfacher Variante mit 5 oder 10 Paaren für die Profis ?

3. Mai

Wenn von „Generationen“ gesprochen wird kommen uns verschiedene Fragen in den Sinn...
Die Junionbotschafter*innen beantworten einige dieser Fragen im Rahmen des Projekts „Bridges between Generations“.

2. Mai

 

Wie kann man sich trotz verschiedener Muttersprachen auf lustige Art und Weise kennenlernen und verständigen? Natürlich mit Sprachanimationen vom DFJW! Dazu wird es zuerst eine kurze Übersicht zur Methode "Sprachanimationen" geben, die dann im zweiten Teil mit dem Praxisbeispiel "Ich packe meinen Koffer" untermalt wird. Diese Methode kann in verschiedensten Sprachen durchgeführt werden und ist deshalb zutiefst europäisch, da jede Sprache Wertschätzung erfährt.

Mehr Infos zum Thema Sprachanimation.

Und das Beste ist: das DFJW bietet Fortbildungen zu Sprachanimation an.

Dieses Jahr gibt es noch folgende Fortbildungen:

  • HH, 25.-29.11.2020 DOCK Europe (mit Zertifikat)
  • Bretagne, 6.12.-11.12. (mit Zertifikat)
  • Lyon, 28.10. – 3.11.

1. Mai

Wir beginnen den Europamonat mmit einem Flashback: letztes Jahr wurde ein neues Europaparlament gewählt. Auch das Netzwerk der DFJW-Juniorbotschafter*innen wendete sich mit einer Videobotschaft an Gleichaltrige, um sie zum Gang an die Wahlurne zu bewegen, indem sie der Frage nachgingen: „Was ist Europa“. Das Ergebnis ist immer noch aktuell: