Die Förderung von Mobilität, Bildung und interkulturellem Dialog geht dabei Hand in Hand mit dem Anspruch, Austauschprogramme ökologisch verantwortungsvoll zu gestalten – gemeinsam mit jungen Menschen, Partnerorganisationen und seinen Gremien.
Auf Basis einer erstmaligen CO₂-Bilanz nach dem Greenhouse Gas Protocol für das Jahr 2023 verfolgt das DFJW das Ziel, die CO₂-Emissionen seiner Aktivitäten bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Im Fokus stehen dabei umweltschonende Mobilität, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Förderung von Jugendaustauschprojekten zu Klima- und Umweltschutz.
Der mit Abstand größte CO₂-Anteil entfällt mit rund 95 Prozent auf die durch An- und Abreise entstandenen Emissionen bei Jugendaustauschen. Innerhalb der Austausch- und Begegnungsprogramme erzeugen Gruppenaustausche etwa 83 Prozent der Emissionen, Individualprojekte rund 11 Prozent und Eigenmaßnahmen des DFJW etwa 6 Prozent.
Die Analyse zeigt, dass die größten Hebel zur Verringerung von CO₂-Emissionen in der Nutzung klimaschonender Transportmittel im Rahmen von Jugendbegegnungen liegen.
Die Umsetzung der Strategie ist ein wesentliches Element der Achse „Das Vertrauen junger Menschen stärken, um ihre Zukunft zu gestalten“ des neuen Orientierungsplans 2026 – 2028. So soll ein mehrjähriges Monitoring der Strategie gewährleistet werden. Dabei stützt sich das DFJW auch auf das Engagement seiner Partner.
Drei zentrale Aktionen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Nachhaltigkeit lernen und leben: Bildung für nachhaltige Entwicklung wird im Jugendaustausch systematisch gestärkt – durch pädagogische Materialien, Fortbildungen und praxisnahe Werkzeuge für Partner und Multiplikator:innen.
- Klimaschonend reisen: Das DFJW fördert gezielt emissionsarme Mobilität und unterstützt Partner dabei, Jugendbegegnungen nachhaltiger zu gestalten – von der Wahl der Verkehrsmittel über nachhaltige Unterkünfte bis hin zu umweltfreundlicher Beschaffung und Verpflegung.
- Klimapositive Jugendaustauschprojekte fördern: Das DFJW unterstützt Projekte, die über die Verringerung von Emissionen hinausgehen und bei denen junge Menschen den ökologischen Wandel aktiv mitgestalten können.
Eine Roadmap bildet den Fahrplan der Strategie zu Klima- und Umweltschutz des DFJW und legt den Weg zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bis 2030 fest. Sie bündelt konkrete Maßnahmen in mehreren Handlungsfeldern – von klimaschonender Mobilität über nachhaltige Beschaffung und gebäudebezogene Emissionen bis hin zu pädagogischer Arbeit, Begleitung der Partnerorganisationen und dem möglichen Handabdruck junger Menschen.
Auch in seiner Organisations- und Verwaltungsarbeit möchte das DFJW als Vorbild voran gehen und seine Emissionen bei Eigenmaßnahmen, Dienstreisen, seinen Liegenschaften, Energieverbrauch, IT-Nutzung und im Beschaffungswesen reduzieren.
Die Maßnahmen werden gestaffelt und nach ihrer jeweiligen Machbarkeit umgesetzt. Ökologische Verantwortung, pädagogische Qualität und soziale Zugänglichkeit müssen dabei gewährleistet sein. Der deutsch-französische Jugendaustausch wird somit nachhaltiger und zu einem echten Lern- und Gestaltungsraum für eine gemeinsame europäische Zukunft.