Europa ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – sei es in der Schule, im Studium, in der Ausbildung oder gar bei einem Austauschprojekt. Viele Vorteile von Europa merken wir noch nicht einmal: offene Grenzen, einheitliche Währung? Vor 100 Jahren noch undenkbar, heute ganz selbstverständlich!

Doch Europa ist kein Selbstläufer, Europa wird von uns allen nicht nur gelebt sondern auch gemacht! Teilhabe und Dialog sind die Grundpfeiler dieses einzigartigen Friedensprojekts, für das jede Generation neu gewonnen werden muss. Und hier kommt das DFJW ins Spiel. Glaubst du nicht? Wir zeigen’s dir! 

Bei Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland, Frankreich und manchmal auch mit einem weiteren Land sammelst du interkulturelle Erfahrungen und lernst deine Kultur und Sprache neu kennen. Unsere Programme sind dabei so facettenreich wie Europa selbst. 

Das DFJW vernetzt Europa auf allen Ebenen, in alle Richtungen und zwischen allen Generationen. Bereits in den 1970er Jahren öffnete das DFJW seine Programme für weitere Länder, um sie an den Erfahrungen der deutsch-französischen Freundschaft teilhaben lassen und damit den Dialog auf Augenhöhe in Europa und mit der europäischen Nachbarschaft zu stärken. 

So zählt beispielsweise Polen seit langem zu den wichtigsten Partnerländern, wenn es beim DFJW um trilateralen Jugendaustausch geht. Schwerpunktregionen sind dabei die Länder Mittel- und Osteuropas (MOE) und Südosteuropas (SOE), die Länder der Östlichen Partnerschaft und europäische Länder in Krisensituationen. Möglich ist dieser Austausch dank der zusätzlichen MOE- und SOE-Sonderfonds des Auswärtigen Amtes und des französischen Europa- und Außenministeriums. Und da alle guten Dinge drei sind, gibt es seit 2019 einen dritten Sonderfonds für trilaterale Austauschprojekte mit den Ländern des Maghreb. So will das DFJW junge Menschen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich in Europa und im südlichen Mittelmeerraum für Demokratie und die Belange junger Menschen einsetzen, stärken. 

Europa lebt von Engagement, Beteiligung und Diskussionen. Ohne politische Bildung würde Europa nicht funktionieren. Gemeinsam mit Partnern wie der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) haben wir deshalb Projektausschreibungen wie “Demokratie: Jetzt!” auf den Weg gebracht. Unser Ziel: junge Menschen in ihrem Europa-Engagement fördern, grenzüberschreitende Solidarität stärken und Europas Zukunft sichern. 

Perspektivenwechsel, gegenseitiges Verstehen und voneinander lernen. Das gilt auch für unschöne Kapitel der europäischen Geschichte, für historische Wunden, die bis heute nicht verheilt sind. Wie kann es sein, dass Deutschland und Frankreich sich jahrhundertelang bekriegten und heute ein bewaffneter Konflikt zwischen beiden Ländern unmöglich erscheint? 

Gerade bei Begegnungen mit mehreren Ländern kommt diese Frage immer wieder auf – und da haben Deutschland und Frankreich einen großen Erfahrungsschatz vorzuweisen. Mit unserem Know-how und den Programmen rund um zivilgesellschaftliche Aussöhnungsprozesse war das DFJW 2016 maßgeblich am Gründungsprozess des Regional Youth Cooperation Office (RYCO) beteiligt. Und 2018 hat das DFJW anlässlich des Gedenkens an das Ende des Ersten Weltkriegs die Jugendbegegnung „Youth for Peace” mit mehr als 500 jungen Menschen aus fast 50 Ländern organisiert. Was daraus entstanden ist? 100 Ideen für den Frieden und einmal mehr die Erkenntnis, dass uns mehr eint als uns trennt! 

Und was sagst du jetzt? Geht dich Europa immer noch nichts an? 

Aktionen gibt es das ganze Jahr über, auch rund um den Europatag am 9. Mai. Den feiern das DFJW und seine Partner nämlich jedes Jahr aufs Neue!