Aus 2 mach 3: Trilaterale Begegnungen als Ausdruck gelebter Vielfalt

Wenn junge Menschen aus Deutschland und Frankreich Perspektiven und Meinungen austauschen, ist interkulturelles Lernen garantiert. Wenn Teilnehmende aus einem weiteren Land dazukommen, ist der Lerneffekt noch größer. Deshalb fördert das DFJW auch Begegnungen zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus drei Ländern. 

Interkultureller Nutzen

Die Sensibilität für die eigene Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie der differenzierte Blick auf Stereotype und Vorurteile lassen sich mit Beteiligten aus drei Ländern leichter hinterfragen und reflektieren. Empirische Studien zeigen: Begegnen sich junge Menschen aus drei Ländern, ist der Austausch intensiver und nachhaltiger. 

Europäische Zusammenarbeit und Vision

Das DFJW unterstützt eine „Pädagogik des Unterschiedes“: Erst durch das Verstehen kultureller Unterschiede kann tragfähiges Verständnis füreinander entwickelt werden. Dieses Verständnis ist die Grundlage für einen nachhaltigen Dialog auf Augenhöhe über die Grenzen Europas hinaus. 
Der Perspektivwechsel ermöglicht allen Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit kulturell und historisch gewachsenen Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Auch der europäische Gedanke und die Demokratie werden in trilateralen Begegnungen greifbarer.

 

Zivilgesellschaft durch Friedenspädagogik stärken

Der Perspektivwechsel schärft den kritischen Blick auf historische Ereignisse und gesellschaftspolitische Entwicklungen. Sie können in trilateralen Begegnungen in einen größeren Zusammenhang gestellt werden. Der intensive und pädagogisch begleitete Austausch von Standpunkten und Sichtweisen ist ein Garant für Krisenprävention und grenzüberschreitende Verständigung zwischen jungen Menschen.

Der sprachliche Mehrwert und der geschichtliche Nutzen

Bei trilateralen Begegnungen wird häufig eine Fremdsprache gesprochen. Die Jugendlichen erkennen den Mehrwert des gemeinsamen Lernens und werden sich ihrer Fortschritte in der Fremdsprache bewusst. Die Angst vor Fehlern in der Partnersprache nimmt ab und alle Teilnehmenden werden sprachlich gefördert.

Wer sich mit jungen Menschen aus anderen Ländern austauscht, überwindet eine einseitige Geschichtsinterpretation. An ihre Stelle tritt eine multiperspektivische Auseinandersetzung und Aufarbeitung. Die deutsch-französische Aussöhnung kann beispielhaft sein und Lösungsansätze für aktuelle Konflikte bieten.

Inhalt und Aufbau trilateraler Projekte

Zielgruppen trilateraler Projekte

Trilaterale Begegnungen richten sich an alle Zielgruppen des DFJW. Es kann sich dabei um schulische oder außerschulische Begegnungen für Schüler:innen, Studierende, Auszubildende, junge Berufstätige oder Arbeitssuchende handeln.

Förderbedingungen 

Das DFJW kann trilaterale Begegnungen unter folgenden Voraussetzungen unterstützen: 

  • Das Projekt umfasst 1 Begegnungsphase pro Land und damit insgesamt 3 Begegnungsphasen (Gegenseitigkeitsprinzip).
  • Eine Begegnungsphase dauert jeweils zwischen 4 und 21 Tagen.
  • Das Projekt dauert zwischen 1 und 3 Jahren. 
  • Am Projekt können maximal 70 Personen, inklusive Betreuende, teilnehmen. 
  • Die Teilnehmendenzahl zwischen den jungen Menschen aus den beteiligten 3 Ländern muss ausgewogen sein.
  • Alle am Projekt teilnehmenden Länder arbeiten gemeinsam an der Projektkonzeption- und umsetzung
  • Bei den Phasen sind alle (drei) Sprachen zu berücksichtigen. 

Inhalte

Trilaterale Austausche müssen Projektcharakter haben und einen thematischen Schwerpunkt verfolgen. Es sollen aktuelle gesellschafts-, geo- und/oder außenpolitische Themen behandelt werden, wie beispielsweise:

  • Zukunft und Geschichte Europas
  • Demokratie und Menschenrechte
  • Politische Bildung und Teilhabe junger Menschen
  • Berufliche Bildung

Ziel jeder Begegnung ist die Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen, politischen Bildungsinhalten und Friedenspädagogik. Daher sollten Methoden der Kultur- und Begegnungspädagogik eingesetzt werden, die diese Ziele fördern. Das DFJW unterstützt diesen Prozess mit pädagogischen Materialien und Fortbildungen. 

Länder und Regionen

Das DFJW fördert schwerpunktmäßig trilaterale Begegnungen mit Ländern in folgenden Regionen:   

*Zusammenarbeit mit Weissrussland und Russland findet im Moment nicht statt.

Vorschau Karte der trinationalen Länder des DFJW

In begründeten Sonderfällen kann das DFJW Begegnungen mit mehr als drei Ländern fördern. Das Projekt muss einen besonderen thematischen und pädagogischen Mehrwert aufweisen, wie z. B. die historische Aufarbeitung zwischen zwei Ländern, für die die deutsch-französische Zusammenarbeit als Inspirationsquelle dienen kann.

Regionale Kooperationen zwischen vier Ländern zu Themen wie Geschichte, Friedens- und Erinnerungsarbeit, Identität und Integration, sind etwa deutsch-französische Projekte mit dem Kosovo* und Serbien oder mit Israel und den Palästinensischen Gebieten. 

* Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244 des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.

Fördermöglichkeiten für trilaterale Projekte

Antragsstellung beim DFJW

Ein Förderantrag für trilaterale Projekte kann über das entsprechende Formular direkt beim Zentralen Servicebereich des DFJW (csp@ofaj.org) eingereicht werden. Findet die erste Projektphase in Deutschland statt, muss der deutsche Träger den Antrag stellen; findet die erste Begegnungsphase in Frankreich statt, muss der französische Träger den Antrag einreichen. Für die Projektphasen in einem weiteren Land (außer Deutschland und Frankreich) kann der Förderantrag ausschließlich vom deutschen oder französischen Träger gestellt werden.

Förderung über Sonderfonds

Das Auswärtige Amt und das französische Europa- und Außenministerium stellen dem DFJW zusätzliche Mittel zur Förderung trilateraler Projekte zur Verfügung. Mit diesen Sonderfonds unterstützt das DFJW Begegnungen mit den Ländern Mittel- und OsteuropasSüdosteuropas und des Maghreb.

Bei diesen Projekten handelt es sich um Begegnungen mit Pilotcharakter, die sich auf außenpolitische Themen beziehen. Sie finden die Ausschreibungen für die Sondersfonds 2027 hier.

DFJW-Tutorial: Wie finde ich das trilaterale Programm, das zu meinem Projekt passt?

FAQ : Programmes trilatéraux

Quels sont les frais subventionnés par l’OFAJ ?

L’OFAJ subventionne les frais de voyage, frais de base (hébergement et repas), les coûts liés au programme (frais de projet) ainsi que les activités prévues dans le cadre des animations linguistiques. Pour plus d’informations, veuillez consulter nos Directives.

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À quels groupes cibles / groupes d’âge les programmes s’adressent-ils ?

Les programmes trilatéraux s’adressent à tous les jeunes de France, d’Allemagne et d’un certain nombre de pays, quels que soient leur niveau de langue et leur origine géographique ou socioculturelle.

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Qui peut déposer une demande de subvention ?

Les établissements d’enseignement scolaires, universitaires et professionnels, les associations et fédérations, les comités de jumelage et d’autres types d’organisation peuvent déposer une demande de subvention pour des rencontres trilatérales.

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Qu’est-ce qui différencie les fonds spéciaux des « subventions classiques » de l’OFAJ ?

Les fonds spéciaux sont mis à disposition par le ministère de l’Europe et des Affaires étrangères et par le ministère allemand des Affaires étrangères. Ils sont dédiés aux projets d’échange avec les pays d’Europe centrale et orientale (PECO), les pays d’Europe du Sud-Est (PESE) et les pays du Maghreb. 
Les demandes de subvention sont à déposer entre septembre et novembre via un formulaire en ligne. Les projets doivent être axés sur des thématiques spécifiques en lien avec la politique étrangère.

Il est également possible de postuler pour des projets avec des pays du Partenariat oriental de l’UE. 

Les projets subventionnés par les fonds spéciaux se distinguent par leur caractère pilote. Les projets qui ne sont pas retenus sont inscrits sur une liste d’attente et peuvent faire simultanément l’objet d’une demande de subvention « classique » de l’OFAJ. 

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Combien d’accompagnatrices et accompagnateurs peuvent bénéficier d’une subvention de l’OFAJ ?

En règle générale, une personne encadrante peut être subventionnée pour cinq personnes participant à un projet de groupe. En cas de besoin justifié, un plus grand nombre de personnes encadrantes peut être pris en considération.

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Quel est le nombre maximum de participantes et participants pouvant prétendre à un subventionnement ?

L’OFAJ peut accorder une subvention à un maximum de 70 personnes, accompagnatrices et accompagnateurs inclus.

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Qu’entend-on par « nombre équilibré de participantes et participants » ?

Afin de favoriser la dynamique de groupe, il importe que le nombre de participantes et de participants de chaque pays soit équilibré. Lorsque le groupe est déséquilibré, il arrive que les jeunes d’une même nationalité restent davantage entre eux et que l’échange perde ainsi son caractère trinational. 
Le nombre de participantes et participants provenant d’un autre pays ne doit pas dépasser un tiers du nombre total de participantes et participants.
L’un des groupes est autorisé à compter jusqu’à un tiers de participantes ou de participants en plus (par exemple : 12 participantes ou participants français, 16 participantes ou participants allemands, 12 participantes ou participants d’un autre pays).

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Les jeunes participantes et participants doivent-ils toujours être les mêmes dans toutes les phases de l’échange ?

Les jeunes profiteront bien mieux des effets de l’apprentissage interculturel et vivront une expérience bien plus enrichissante s’ils participent à toutes les phases de l’échange. Ils doivent pouvoir faire l’expérience d’être à la fois invités dans un autre pays et hôtes dans leur propre pays. Les échanges trinationaux permettent aux jeunes d’observer directement comment leur propre expérience se reflète chez les participantes et participants des deux autres pays. Cela permet d’amplifier et de diversifier les effets de l’apprentissage interculturel. C’est pourquoi la participation des jeunes à toutes les phases de l’échange est fortement recommandée. 

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Comment trouver des participantes et participants pour mon projet ?

Pour trouver des participantes et participants, publiez votre programme sur le site Internet de l’OFAJ.

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Quels pays peuvent être associés à un échange trinational ?

Pays d’Europe centrale et orientale (PECO) : Bulgarie, Croatie, Estonie, Hongrie, Lettonie, Lituanie, Pologne, République techèque Slovaquie, Slovénie,

Pays d’Europe du Sud-Est (PESE) : Albanie, Bosnie-Herzégovine, Kosovo, Monténégro, Macédoine du Nord, Serbie

Pays du partenariat oriental de l’UE : Arménie, Azerbaïdjan, Géorgie, Moldavie et Ukraine. Ces pays sont éligibles dans le cadre du fonds spécial PECO.

Pays du pourtour méditerranéen / Maghreb : Algérie, Égypte, , Israël, Liban, Maroc, Territoires palestiniens, Tunisie et Turquie

Autres pays européens

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Comment trouver une organisation partenaire en Allemagne ou dans un autre pays ?

Les Permanentes et Permanents pédagogiques de l’OFAJ peuvent vous aider dans vos recherches. Vous trouverez également des organisations partenaires dans notre annuaire des partenaires.

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Qui doit déposer la demande de subvention ?

C’est l’organisation d’accueil qui se charge de la demande, c’est-à-dire l’organisation française pour la rencontre en France et l’organisation allemande pour la rencontre en Allemagne. L’organisation du troisième pays n’est pas autorisée à faire la demande, c’est à l’une des deux organisations partenaires allemande et française de s’en charger. 

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Quels documents sont à joindre au dossier ?

Le dossier complet doit comporter les documents suivants :

  • le formulaire de demande dûment rempli, signé et tamponné ;
  • le programme provisoire ;

Fonds spéciaux Maghreb, PECO et PESE : la demande de subvention s’effectue en remplissant un formulaire en ligne auquel il est possible de joindre le programme provisoire et le concept. 

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Quelle est la date limite pour déposer un dossier ?

3 mois avant le début de la rencontre pour les demandes de subvention classique de l'OFAJ.

Les délais de dépôt sont indiqués sur les pages respectives des programmes :

Fonds spéciaux PECO, PESE et Maghreb : de septembre à novembre pour un projet se déroulant l’année suivante.

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Faut-il effectuer une demande individuelle pour chaque phase de l’échange et pour chaque rencontre préparatoire ou d’évaluation ?

Oui.

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Que faut-il joindre au décompte ?

Sont à joindre au décompte les documents suivants :

  • le formulaire de décompte dûment rempli, signé et tamponné ;
  • liste des justificatifs
  • le programme ;
  • la liste des participantes et participants signée  ;
  • des informations sur les mesures de communication (dépliants, site Internet, blog, films, photos, radio).
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Quand faut-il envoyer le décompte ?

Au plus tard deux mois après la fin du projet, le cachet de la poste ou la date de réception du mail faisant foi.

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Les trois phases doivent-elles se dérouler au cours d’une même année ?

Non, les rencontres peuvent avoir lieu sur une période d’un à trois ans. Cette décision revient aux organisations partenaires, en fonction de leurs disponibilités. 

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Quelle est la durée d’une phase de rencontre ?

L’OFAJ subventionne les rencontres d’une durée de 4 à 21 jours. Le jour d’arrivée sur le lieu du programme et le jour de départ du lieu du programme sont comptabilisés de manière forfaitaire comme une seule journée de programme.

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Recommandations de sécurité aux voyageuses et aux voyageurs

Nous invitons les porteurs de projets à bien vouloir consulter les consignes de sécurité du ministère de l’Europe et des Affaires étrangères et du ministère allemand des Affaires étrangères et de suivre les recommandations indiquées. 

Nous recommandons également aux participantes et participants d’Allemagne qui font leur programme dans des régions à risque de s’inscrire sur le site du Auswärtiges Amt et d’y renseigner la durée de leur séjour dans le pays concerné. Vous recevrez des informations sur la situation sécuritaire du pays pendant la durée de votre séjour. Il est également possible d’installer une application mobile renseignant sur les consignes de sécurité à suivre. Les voyageuses et voyageurs en provenance de France pourront utiliser le système « Ariane » du ministère de l’Europe et des Affaires étrangères. 

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Annulation d’un projet pour des raisons de sécurité

Si un projet doit être annulé pour des raisons tenant à la sécurité des participantes et participants, l’OFAJ n’assume pas l’intégralité des frais d’annulation. Les paiements déjà effectués par l’OFAJ ou les centrales pourront ne pas être remboursés. 
Néanmoins, l’OFAJ se réserve, dans ce cas, le droit d’exiger la preuve des frais engagés en cas d’annulation et de demander un remboursement de la différence entre les paiements déjà versés et ces frais. 

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Demande de visas

Veuillez vérifier si votre séjour dans le troisième pays nécessite une demande de visa. Veuillez contacter les ambassades des pays et leurs services des visas pour connaître les documents dont vous aurez besoin. Si la demande de visa ne peut s’effectuer que sur rendez-vous, vous pouvez en demander un sans posséder tous les documents. La demande peut être effectuée le plus souvent jusqu’à trois mois avant le début du séjour. Veillez à disposer de tous les documents formels et valables au moment du rendez-vous. Il est à noter que le traitement d’une demande de visa par un service consulaire prend en général une quinzaine de jours.

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